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DAX- was uns morgen erwartet

Taktisch ist die charttechnische Lage eindeutig. Seit 25.03 , dem Tag mit dem großen Eröffnungsgap, steht mein Index auf Kauf. Erst unter 6300 trübt sich für mich das taktische Bild ein.

Strategisch ist die Lage ein wenig komplizierter.

Bis 6720 reden wir von einer Korrektur der am 19.02 begonnenen Shortwelle. Steigt der deutsche Index darüber, dann gibt es erst einmal aus meiner Sicht bei 7060 eine sinnvolle Marke , and er es zum überhöhten Angebot kommen könnte. Richtig spannend wird es oberhalb 7300. Aber da sind wir noch Welten davon entfernt. Warum rede ich eigentlich nur von steigenden Kursen im Hinblick auf die künftige Entwicklung? Seltsam, oder? So sehr verzahnt man sich in der allgemeinen Stimmungslage, die ja oft täuschen kann.

Also unter 6330 könnte man bestenfalls vom Pseudowiderstand beim letzten Tief 6160 reden. Fällt der Index tiefer, gibt es keinen rationalen Grund um, oberhalb 5200 eine signifikante Erholung zu ewarten. Aber davon sind wir auch Welten entfernt.

Wo ist der DAX am Tag des Optionen Verfalls and er Eurex, sprich in drei Wochen? Wenn man die momentane Volatilität von 27% berücksichtigt, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine 10%-ige Veränderung möglich, was dem Intervall 7200-5900 entspräche.

Das andere Kriterium für die Bestimmung der möglichen Kursveränderung ist die durchschnittliche Steigungsrate. Demnach wäre im Extremfall ein Anstieg auf 7030 im Minimalfall auf 6700 möglich. Nach unten sieht es viel schlimmer aus. Da wäre eine Veränderung auf 6000 durchaus möglich, vom jetzigen Niveau startend. Im Extremfall sind sogar 5300 realistisch.

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Edward Thorp und das Börsenspiel

Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die kritisch reagieren, wenn man von Spielern an der Börse spricht. Ich verwende politisch korrekt den Begriff Teilnehmer. Bei hochspekulativen Investments wie Terminhandel ist es aber unklug, von Investoren zu reden. Es ist ein Spiel, mit einer Konfliktsituation, in der man sich auf Kosten anderer zu bereichern versucht, die es nicht wollen. Für die Spieltheorie gibt es Nobelpreise in der Ökonomie. Warum also sollte man den Begriff weglassen. Genauso wenig gehört das „Geldverdienen“ in die Börsensprache. Hier wird ein Spiel gewonnen, und es wird nicht die geleistete Arbeit , gar die Arbeitszeit entgolten. Also wie Andre Kostolany zu sagen pflegte, es wird Geld gemacht und nicht brav oder nicht brav „verdient“.

Das ein gutes Verständnis des Glückspiels eine perfekte Grundlage für das Börsenspiel sein kann, beweist Dr.  Edward Thorp, der das Spiel Black Jack so mathematisch perfektioniert hat, dass einige Kassinos ihre Regeln in den 50-ern ändern mussten (mehrere Decks , mischen nicht erst am Endes des Decks etc.)

Nun, E. Thorp soll seit 30 Jahren einen Hedge Fonfs verwalten, welcher noch nie im Minus war und 20-30% im Rendite im Jahr bringt.

Hier das  Interview.

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Marriot und die 80/20 Regel

Etwas verspätet aber dennoch fast ganz nüchtern. Ich halte mich zur Zeit im Marriot Hotel Berlin auf und bin sehr positiv überrascht. Ein 5-Sterne – Familienangebot, welches sich sehen lassen kann. Beim Betreten des Zimmers wird man begrüßt durch den Herrn Marriot ( im Hotel-TV), welchem die Hotelkette gehört. Da sagte mein Sohn zu mir- „Der muss ja reich sein“. Stimmt, lautet meine Antwort. „Man muss aber erst mal so viel Geld haben“, sagt meine Frau. Die zweite Aussage ist falsch, ohne Zweifel. Man muss nicht sein Erspartes ausgeben, um ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Es mag einem mehr Sicherheit geben, aber für den Unternehmenserfolg tut der Ursprung des Kapitals nichts aus. Es kann auch ein Fremdkapital sein. Und dabei ist mir bewusst geworrden, was einen Unternehmertyp vom Rest der Bevölkerung unterscheidet. Es ist die Risikobereitschaft. Es ist die Affinität, hohe Beträge zu risikieren, ohne schlecht zu schlafen.
Reicht es? Nein. Denn dann greift meist die 80/20 Regel. 80% der Unternehmen scheitern in den ersten fünf Jahren. Gleiches gilt wohl auch für die Börsianer.
Also die Risikobereitschaft reicht noch nicht.

Zum DAX. Die Erholung ist im Gange und mit ihr die zurückgehende Volatilität. Plötzlich spricht keiner mehr vom „Abwärtstrend“. Meine Einschätzung bleibt unverändert. Bis 6700-6800 ist das Potenzial gegeben, danach könnte wieder eine Trendwende kommen. Die kann auch morgen bzw. am Montag eintereten. Dann sind Kurse bis 6300 zu erwarten.
Mich als Stillhalter interessiert immer die Frage, wie weit sich der DAX bis zum nächsten Verfall entwickeln kann. dazu habe ich bereits gestern geschrieben. Maximal 7150 , minimal 6150.
In dem Sinne, noch einen guten Abend!

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Sind DAX Puts überbewertet?

Ich bereite inzwischen neue Optionen-Engagements vor. Ich will im kommenden Monat mit einer modifizierten Hedging-Strategie noch besser werden. Beim Blick auf die Eurex-Daten fiel mir ein seltsames Verhalaten der DAX-Preise auf. Nach der Black-Scholes Theorie  stehen die Preise von Puts und Calls in einem einfachen und nachvollziehbaren  Verhältnis zueinander. Genauer gesagt sind die Puts immer bisschen günstiger als Calls zum gleichen Basispreis. Dieser Unterschied rührt von der Arbitragefreiheit her, die ja in funktionierenden Märkten gewährleistet werden sollte. Wenn ich einen Calls kaufe und einen Put zum gleichen Strike verkaufe, dann generiere ich einen synthetischen Future-Long, welchen ich dann mit einen Future short komplett hedgen könnte. Damit die Gleichung stimmt, muss der Call um die  sog. Haltekosten teurer sein.

Nun gilt diese Gleichung auch in der Praxis für die Optionen am Geld. Wenn wir die Eurex-Notierungen von heute betrachten, dann sehen wir beim 6500 strike:  Put=156,8

Cal=169,3.

Seltsam sieht es aber bei den Optionen aus dem Geld. Nehmen wir einen Strike 500 Punkte entfernt vom heutigen Schlusskurs. Put 6000 32, Call 7000 12. Diese systematische Abweichung geht durch die meisten Basispreise. Offenbar wird das Risiko durch die meisten Teilnehmer  auf der Unterseite immer noch viel höher bewertet als oberhalb des aktuellen Niveaus.  Es gibt  Möglichkeiten, dieses ungewöhnliche Preisverhalten auszunutzen. Ich muss selbst darüber nachdenken.

Zum DAX- dieser genehmigte sich heute eine Verschnaufpause, um die ntv Sprache zu verwenden. Die Korrektur könnte bis max. 6500-6400 reichen. Ansonsten sehe ich bis zum nächsten Verfall am 18.04.2008  im schlimmsten Falle die 6150. Nach oben gibt es diverse „Widerstände“ zwischen 6700-6800. Kommt es aber zu einer kleinen Rally, dann sind auch 7150 drin.

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Riesenlücke und kein Neuro-Crash

Am 8.02.2008 habe ich auf eine Prognose der Firma Neuro-Systems hingewiesen, die einen kurz bevorstehenden Crash an den Finanzmärkten prophezeite. Damals stand der DAX bei 6700. Einige Wochen später wurde der alte Tiefststand von 6400 getestet und unterschritten. Eine Veränderung von 500 Punkten ist für mich lange kein Crash, sondern mittlerweile eine sehr wahrscheinliche Wochenschwankung. Also kein Crash bislang, fast zwei Monate nach der Prognose der Firma Neuroystems. Ich frage mich , warum werden solche heissen Luftblasen in die Luft gesetzt. Der Verdacht liegt nahe, dass die betroffene Firma reine Werbung über eine seriöse Zeitung betreibt, möglicherweise sogar mit deren Zustimmung. Die Neuro Systems verlang 99 Euro für ein 3-Monatsabo, im Rahmen dessen „konkrete Handelsempfehlungen ausgesprochen werden“. Was heisst es nun?  Bekomme ich heute eine E-Mail, dass der DAX morgen steigen wird? Diese Info nützt mir genauso viel , wie die Erkenntnis, dass morgen wahrscheinlich die Sonne scheinen wird. Wenn ich nicht weiss, wann und wie lange, dann kann ich solche Empfehlungen in die Tonne werfen. Auch eine Info, morgen steht der DAX zum Schluss bei 6488 ist nur bedingt brauchbar. Viel interessanter sind die folgenden Fragen:

1. Wird es eine Eröffnungslücke geben?

2. Wie groß wird die tägliche Handelsspanne sein.

3. Welche Volumina sind zu erwarten?

4. Schliesst der DAX im oberen Viertel?

Aber leider Antworten auf diese Fragen kann kein Mensch geben, im Moment zumindest und bestimmt nicht die Firma Neuro Systems.
Die Grundlage der NeuroSystems Empfehlungen sind die Ansätze der künstlichen Intelligenz, bzw. der neuronalen Netzwerke. Das Konzept ist nicht neu und baut auf der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, mit seiner hervorragenden Fähigkeit, aus den Fehlern zu lernen.

Nein,  wie sehr ich es mir wünschen würde, KI trägt nicht zum Verständnis der Finanzmärkte bei, wie sie es  z.B. bei der Bilderkennung tut. Finanzmärkte reagieren grundsätzlich auf eine solche Prognose und würden deren Wahrheitsgehalt nachträglich ändern.

Summa Summarum kein Crash in Sicht, und wir können nur raten, wieviele Einnahmen die Werbekampagne in diversen Portalen eingebracht hat. Hier ein Artikel  der BO.

http://www.boerse-online.de/tools/dowjones/20080312LL002216.html

Zur derzeitigen Lage in den Märkten : Ein Riesengapim DAX gestern von 130 Punkten und seitdem nicht viel los. Die Aussichten auf die Korrektur im Bereich 6700-6900 stehen gut. Ein Rückzieher auf 6350 wäre aber auch denkbar.

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Unbekannte Risiken und das 1 Mio Projekt

Eigentlich könnte ich das Projekt 1 Mio endlich scharf zünden. Meine Strategie scheint auch bei sehr hohen Volatilitäten zu fruchten. Das einzige offene Problem schien lange Zeit das richtige kostenschonende Hedging. Gegen diese Schwierigkeit glaube ich inzwischen eine Lösung gefunden zu haben. Eine triviale, für die ich jedoch ein paar Wochen gebraucht habe. Nun also spricht wenig gegen die Erhöhung der Margin. Denn bei gegenwärtig eingegengenen Risiken wird es eine ganze Ewigkeit dauern, bis ich die 10.000 gemacht habe, die den Startschuss für das eigentliche Projekt 1 Mio abgeben. Ich traue aber inzwischen den Märkten nicht mehr, bzw. traue noch viel mehr Unruhe. Die vergangene Woche zeigte, wozu die Börse inzwischen fähig ist. Am 17.03 eröffnete der DAX bereits 90 Punkte unter dem Schlusskurs vom Vortag. Zwischen 8-9:00 Uhr stand der Dax Future aber bereits deutlich darunter. Was will ich damit sagen? Die Unberechenbarkeit der Märkte ist so groß, dass beinahe jede trendorientierte Strategie in die Hose geht, wenn über Nacht Positionen gehalten werden.

Auch wir Stillhalter haben es nicht einfach. Die Absicherung gegen Risiken ist der wichtigste Bestandteil unseres Auskommens. Nun
habe ich einmal als Projektmanager gelernt, dass es zwei Typen von Risiken gibt, die im Projektplan berücksichtigt werden müssen: Bekannte und Unbekannte. Die ersten kann ich größtenteils abschätzen. Es sind in meinem Projekt vor allem die zwei große Risikogruppen: erwartete Schwankungsbreite geschätzt aus den historischen Daten, das Unvermögen, eine Position glatt zu stellen. Was ist aber mit den unbekannten Risiken? Darunter fällt vor allem eine plötzliche und in meinem Modell nicht mehr abbildbare Preisänderung. Diese kann im Prinzip immer passieren. In den Zeiten einer hohen Volatilität kommen solche „Gaps“ viel häufiger vor. Erschreckend ist es immer, wenn dies über Nacht passiert, wo normalerweise meine Aktivitäten nicht stattfinden. Was soll ich denn dgagegen tun? Ich habe mir schon überlegt, in der Nacht die zum DAX stark korrelierten US-Indizies heranzuziehen. Dies würde aber nur bedingt helfen. An dem besagten Tag, sank bereist um 0:00 Uhr der S&P so stark, dass praktisch jede Gegenmassnahme zu spät käme.
Ich muss noch darüber nachdenken, vor der Zündung….

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Projektarbeit- Stillhaltergeschäfte im März

Die Landung war sanft aber leider beim Weitem nicht erfolgreich wie von mir erwartet. Die Prämieneinnahmen lagen bei ca. 1300 €, was überdurchschnittlich viel war, wenn man bedenkt, dass die Marginbelasung bei ca. 6000 lag. 20% im Monat ist ja nicht schlecht, oder? Ja aber leider dagegn musste ich mit CFDs sehr hohe Hedgingkosten produzieren. Dies lagen bei knappen 920 €. So genau weiss ich es nicht, da in der letzten Sekunde um 13:00 sackte der DAX um 30 Punkte und es kann sein, dass ich mit der letzten offenen Putoption ausgeübt worden bin. Damit wäre die Peformance noch schlechter. Wie es häufig so ist, war ich in der kritischen Phase zwar nicht im Urlaub aber dennoch an zwei Tagen abends nicht einsatzfähig, da der PC ausgefallen war und es gelang mir erst gestern diesen zu reparieren und den Internetzugang wiederherzustellen. Aufgrund dieser Einschränkung ging ich nachmittags CFDs Positionen ein, wenn die Option in die Ausübung kam.
Im Großen und Ganzen habe ich keine einzige Opton mit Verlust glattgestellt. der 6350 Put könnte ev. ausgeübt worden sein.
Es war eine sehr volatile Phase, und eigentlich ungeeignet für Stillhaltergeschäfte. Der DAX eröffnete mit großen Gaps nach unten. Hinzu kommen die Abendbewegungen, die ausschliesslich durch den US-Markt gesteuert werden und am nächsten Tag wieder komplett aufgehoben waren. Amüsant finde ich immer die letzten Stunden vor dem Verfall. Es flattert nur auf dem Bildschirm. Der DAX schwankte mit immer größer werdenden Frequenz um die 6350 Marke und die Amplituden werden nur immer größer. Die Unsicherheit herrschte bis zur letzten Sekunde, in der es noch mal steil nach unten ging. Und ich staune immer wieder über die Optionspreise. Die Option am Geld kostete noch 15 Minuten vor dem Verfall 16 Punkte. reinen Zeitwert.

Vorsätze für die nächste Periode- noch besser werden!

Eingetragen unter:Eurex, Optionen, Projekte, Stillhaltergeschäfte

Mitten in der Baisse

Nun gibt es doch keine Hoffnung mehr. Die Baisse ist plötzlich doch da. Alle zeigen sich überrascht, dass die Tiefststände vom Januar doch erfolgreich getestet wurden und der DAX neues Tief diese Woche markierte- 6168. Hinzukommt noch die stark gefallenen Rohstoffpreise.Dabei waren diese nur gestiegen in den letzten Wochen. Der Rückgang beim Öl auf 99,32 ist ja im Rahmen der Minimalkorrektur verlaufen. Beim Goldpreis korrigierte der Preis bis auf 900, was der Normalkorrektur im Fibonacci Sinne entspricht. Ich halte es für übertrieben, gleich auf eine konjunkturelle Schwäche daraus zu schliessen.

Und wie sieht es mit DAX aus? Nach dem Unterschreiten der Minimalkorrektur geht es erstmal aufwärts auf 6900-7100. Dabei sollte auch die Volatilität zurückgehen. Danach erwarte ich eine Trendwende und einen schnellen Abmarsch auf 5900, womit die Normalkorrektur erreicht wäre. Ein noch tieferer Rückgang wäre denkbar , wahrscheinlich aber erst im Herbst. Dann stünde das Kursziel 5300 auf der Agenda. Also es kann noch lustig werden.

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