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Noch tanzt der Bulle nicht

„Mensch ist Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt“ besungen von H. Grönemeyer beschreibt am besten die gegenwärtige Stimmungslage an den Börsen. Hoffen und bangen, finden die USA eine (staatliche) Lösung oder nicht. Und was passiert, wenn es noch mal scheitert…? Ich muss zugeben, meine Gefühle sind eher gemischt. Alle die in der Schule zugehört haben, wissen, dass der staatliche Interventionismus immer die schlechtere Lösung ist. Wirklich immer? Warum sollte man mit Steuergelder privatwirtschaftlich geführte Unternhemen- und das sind nun mal Banken, überhaupt unterstützen. Aber geht es hier nicht um mehr. Das Ausbleiben der Liquidität hatte bereits 1931 Fatale folgen und führte letztlich zur Weltwirtschaftskrise. Das will man auf jeden Fall verhinden. Die Verdünnung der Liquidität könnte zusätzlich durch die Bankenpleiten beschleunigt werden.

Also es steht mehr auf dem Spiel. Wie auch immer die Märkte tendieren im Moment freundlich. In Deutschland startete der Handel mit einer Lücke im DAX bei 5728. Diese wurde im Verlaufe des Handels geschlossen, ohne dass der DAX abprallte. Das Schliessen einer Lücke ist zwar fast ein zwangsläufiger Vorgang in den Märkten, führt aber nicht immer zur Wende. Die obere Begrenzung der Lücke ( gap) verhält sich meist wie ein charttechnischer Widerstand.. Diesmal offenbar nicht.

Wie weit kann es weiter gehen? Im DAX sehe ich ein Potenzial zuerst bis auf 6000, dann 6260 und schliesschlich bei extrem bullischer Entwicklung 6650. Mit geringerer Wahrscheinlichkeit kann es auf 5718 erneut runter gehen. Und danach, tja da muss ich mir treu bleiben und die Marke 5160 wieder mal erwähnen. :-(

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Nachbörslicher DAX – blanke Panik nach dem Scheitern des Rettungsplans

Es scheint so, dass das von mir mehrfach avisierte Kursziel von 5160 bereits morgen erreicht wird. Die Märkte sind inzwischen völlig ausser Kontrolle geraten. Nachbörslich fiel der DAX zeitweise auf 5500, um sich danach wieder schnell zu erholen. Zumindest also steht fest, dass dort das Angebot abgefangen wird.

Das US-Paket zur Rettung der US-Finanzbranche ist nun nach einer Abstimmung gescheitert. Hier eine Zusammenfassung nach Financial Times Deutschland.

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Die Woche 29.09.2008

Schon wieder begann die Woche anderes als die vorherige endete. Hypo Real State steckt in dicken Schwierigkeiten und zwar wegen der kürzlich übernommenen Depfa, die sich offenbar nicht mehr  kurzfristig refinanzieren kann. Wie auch immer, überraschenderweise dehnt sich die US-Krise auf Deutschland aus. Trotz aller Zusicherungen seitens der Politik. Und das sorgt mal wieder für extreme Unruhe. Der DAX steht bereits unter 6000 und ich rechne fest mit dem Unterschreiten der 5810 Marke.  Darunter aber gibt es erst bei 5160 einen Halt.

Welche Nachrichten kommen auf uns zu:

Heute

11:00  Veröffentlichung der Zahlen zur europäischen Geschäfts- und Verbraucherstimmung für September 2008

14:30 Uhr Veröffentlichung der US-amerikanischen Zahlen zu den persönlichen Auslagen („Personal Outlays“) für August 2008

14:30 Uhr Veröffentlichung der US-amerikanischen Zahlen zu den persönlichen Einkommen („Personal Income“) für August 2008

 

Morgen werden ertst einmal um 8:00 Uhr diverse EU Daten veröffentlicht, z.B. Arbeitsmarktstatistik. 

Am Nachmittag kommen US Daten, die jedoch nicht eine sehr marktbewegende Wirkung haben werden ( Einkaufsmanagerindex etc.).

Im Laufe der Woche werden regelmäßig Daten aus den USA nach 14:00 publiziert, die jedoch angesichts der allgemeinen Risiken nicht mehr den großen Einfluss auf die Kaiptalmärkte haben werden.

Hypo Real Estate hin und her -letzten Endes hängt alles davon ab, wie die USA in die Woche starten.

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Immer mehr Pleiten und Börse erholt sich

Es ist schon bemerkenswert. Es fehlt wahrlich nicht an schlechten Nachrichten. Washington-Mutual sei hier nur ein Beispiel. Eines für das beispiellose Sterben einer ganzen Industriebranche und das noch in der größten Volkswirtschaft der Welt.  Im Übrigen bekam der kürzlich ernannte CEO Alan Fishman eine Zusage von 20 Millionen $ im 2009.

Paulsons Kniefall vor den Demokraten ist hier das neuste Ereignis. Betteln um das staatliche Paket für die Banken, die zuvor an ihre Manager Millionenpakete vergeben haben. Hierzu ein interessanter Artikel in Big Picture http://bigpicture.typepad.com/comments/2008/09/index.html.

Was machen die Märkte?  Sie fallen nicht mehr. Seltsam, zumindest aber könnte eine ausgebliebene Reaktion auf schlechte Fundamentalnachrichten der Anfang einer Erholung sein. Lass uns abwarten. Es scheint mittlerweile immer weniger   Börsianer zu interessieren, welche Bank als nächste dran ist. Man kann über die Richtigkeit einer solchen Haltung zwar streiten, aber die Märkte täuschen sich in dieser Beziehung selten. Oder anderesrum, Irgendwann folgen die Fundamentalnachrichten den Märkten.

Nun gibt es auch ind er fundamentalen Ecke kleine Lichtblicke. Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum zweiten Quartal um 2,8 % gestiegen. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,9 % gelegen. 

Und so eben kommt die nächste Nachricht, auch nicht schlecht.

Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im September bei 70,3 nach 73,1 in der vorläufigen Fassung. Es war erwartet worden, dass die vorläufige Veröffentlichung vom 12. September innerhalb des Bereichs von 70,9 bis 71,0 revidiert werden würde. Im Monat zuvor hatte der Index bei 63,0 notiert.

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Charttechnische Potenziale des Deutschen Aktienmarktes bis zum 17.10.2008

Das realistische Kursszenario gibt ein Intervall von 5400-6700 vor. Die obere Begrenzung ist gleichzeitig die Minimalkorrektur der Monster-Shortwelle, die im Juli 2007 bei 8153 begonnen hat. So gesehen, könnte man ziemlich sicher mit dem Verkauf von Kaufoptionen verdienen, die mit dem Basispreis 6700 ausgestattet sind.

Ich komme aber jedes Mal ins Grübbeln, wenn ich an die untere Begrenzung denke. Da war es vor einem Monat wesentlich einfacher. Damals stand für mich fest, dass die Marke 5850 erst einmal nicht unterschritten wird.

Nun aber sehe ich auch beim größten Optimismus erst bei 5200 einen Halt für den DAX, sollte dder 5850 Kurs unterschritten werden. Deshalb kann ich bestenfalls die 5300 Verkaufsoptionen shorten.  Das Risiko eines Sturzes schätze ich als hoch ein. Das Problem ist die knappe Information, die ja als Basis für die Investmententscheidungen dienen muss. Spätestesn wenn eine große Nicht-Bank insolvent wird, ist mit Panik zu rechnen.

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Ausblick für den DAX in der 39. Woche (22.09-26.09)

Es sieht stark danach aus, dass sich auch diesmaal die Geschichte wiederholt. Nach großen Kursstürzen erfolgte immer eine mehrmonatige Ruheperiode. Diese dürfte spätestens beim nächsten Großen Verfall Ende Dezember zu Ende sein. Bis dahin ist mit leicht steigenden Notierungen und zurückgehender Volatilität zu rechnen. Das Anstiegspotenzial liegt zunächst bei 6690. Sollte dieser „Widerstand“ brechen, dann kommt es bei 7000 und spätestens bei 7240  zur Wende beim DAX.

Kommt es wider Erwarten jetzt zur Korrektur, dann wird diese bis 6000 reichen. Darunter sind wir schnell bei den Tiefs von letzter Woche: 5805.

Interessant ist die Spekulation, was passiert wenn auch dieser Wert unterschritten wird. Darüber habe ich schon mehrfaach geschrieben. Ich sehe die nächste Unterstützung erst bei 5160. Mit meinem simplen charttechnischen Regelwerk habe ich bislang immer recht behalten. Offenbar richten sich viele andere Börsenspieler danach.

Diese Woche erwarten uns erst am Donnerstag marktrelevante Nachrichten aus den USA.

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Auf dem Weg zur ersten Million – September-Status

Nun ist es also vorbei. Einer der stürmischsten Monate meiner Börsenkarriere ist nun zu Ende. Schade dass es ausgerechnet der erste Monat meines 1 Mio Projekts war.  Die Aussenwirkung mag ein wenig getrübt sein…

Nun zur allgemeinen Erinnerung – die Abonnenten erhalten seit einem Monat regelmäßig meinen Börsenbrief. Dieser ist noch bis zum Jahresende kostenlos.

OK, jetzt zu dem Geschäft. Ich schloss die Periode mit 190 € Gewinn anstatt der geplanten 1200 €  ab.  Schwacher Trost bleibt die Tatsache, dass es eine sehr turbulente Woche mit minütlichen Kursänderungen um 100 Punkte und Eröffnungslücken von 50-100 Punkten und mehr.

Was mich am meisten Geld gekostet hat, war das Hedging mit den CFDs. Dieses bildet einen Bestandteildes Regelwerks, wird aber sehr selten angewandt. Ich versuche so weit wie es geht, mit Positionsumschichtung die Ausübung zu vermeiden. In der Tat wenn ich die letzten 18 Monate analysiere, dann stelle ich fest, dass diese Absicherungsgeschäfte immer nur eine Pseduosicherheit boten und immer viel Geld kosteten.

Ich denke zur Zeit über die weitere Vorgehensweise nach. Möglicherweise werde ich völlig auf das Hedging mit dem Underlying verzichten. Dies wird zur Folge haben, dass eine Umschichtung früher erfolgen wird und ich damit auf einen Teil des potenziellen Gewinns verzichten muss. Wir werden sehen.

Richtig war auf jeden Fall meine Einschätzung zur DAX-Entwicklung. Die Marke 5800 wurde zwar kurz unterschritten, aber der DAX stieg dann sehr schnell über die 5850 Marke , wie von mir erwartet.

Erst einmal steht die nächste Periode an, die am 17.10.2008 endet. Ich schätze die DAX-Entwicklung im Extremfall zwischen 5000-6700 ein. Ich muss noch die kommenden Tage abwarten, wann die Volatilität anfängt zu fallen.

Das Korrekturniveau oben liegt im Maximalfall bei 6700.

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Panik ohne Ende

Über die Ereignisse der letzten Tage will ich  nicht viel sagen. Es ist aureichend viel darüber  in den Medien erschienen. Mich interessiert die rein praktische und technische Seite.

Wo stehen wir also jetzt?

Der DAX ereeicht mit 5850 die Minimalkorrektur im Fibonacci Sinne. Wie kann man sich das vorstellen?

Der Kursverlauf vom DAX folgt einer Wellenbewegung. Es ist natürlich nicht einfach bzw. fast unmöglich, diese Wellenzüge genau vorauszurechnen. Aber einige Wellenberge und Wellentäler lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit erahnen. Die Wellenbewegung besteht i.d.R. aus einem Impuls und Korrektur.

Der primäre Trend im Deutschen Aktienmarkt ist die Impulswelle, die sich zwischen 2003- 2007 entwickelte. Auf diese Bewegung folgte die Korrektur, die nun inwischen 38% des primären Impulszuges ausgemacht hat. Statistische Auswerungen zeigen, dass Impulse oft um einen solchen Prozentteil korrigieren, bevor sie die ursprüngliche Bewegungsrichtung wieder aufnehmen. Viele Börsenhändler wissen es, deshalb halten sie sich mit den Transaktionen zurück in Erwartung einer neuen Trendrichtung.

So auch jetzt sind wir bei 5850  und immer wieder gibt es Versuche, sich in einer Richtung signifikant wegzubewegen. Vergebens!

Die Volatilität steht zur Zeit bei 32% was verhltnismässig viel ist.

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