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Der Schwarze Oktober 2008 klingt aus.

War dieser Monat wirklich so schlecht für die internationalen Märkte, wie ihn heute die Medien kollektiv schwarz reden?

Wenn man die Handelsspanne im DAX betrachtet, dann war er schon eher volatil aber keine große Ausnahme. Die Schwankungsbreite im DAX  lag auf Monatsbasis bei knapp 1900 Punkten.  Zum Vergleich im Januar diesen Jahres lag die Handelsspanne bei 1700 Punkten. Und früher? Richtig mithalten kann hier nur der September 2001 mit 1700 Punkten Handelsspanne. Dass die Börse übertreiben kann, sieht man sehr sehr oft. man vergisst es aber gerne und glaubt jedes Mal, dass jetzt etwas Besonderes eingetreten ist. Im Übrigen auch der Dezember 1999 war sehr volatil. Damals stieg der DAX im Laufe des Monats um fast 1200 Punkte und markierte damit das Ende der Dot-com Blase. Dies hatte es vorher in der Form nicht gegeben und wiederholte sich auch nicht mehr, zumindest bislang. Also Schwankungen über 1000 DAX-Punkte im Monat sind keine Seltenheit.

Wie geht es weiter. Auf Basis der historischen Daten ist mit einer schleppenden Erholung bis auf 6000, eher 6200-6300 zu rechnen. Vielleicht wird es die so ersehnte Weihnachtsrallye. Danach werden die Kurse wieder schnell auf unter 4000 fallen. Spätestens danach ist der Zeitpunkt zum Kauf gekommen. 

Interessant ist auch der Vergleich der historischen Volatilität. Diese beschreibt die die Presiveränderungen auf Jahresskala. Die historische Vola liegt zur Zeit etwa bei 97%, etwa so hoch im im Sept. 2001. Damals blieb sie konstant bis 2002, um im 2003 noch kräftiger anzuziehen. Erst der Ausbruch des Irakkrieges führte zur Erholung an den Börsen und zum langsamen Abklingen der Vola.

Wiederholt sich dieses Szenario? Sehr wahrscheinlich! Sicher ist es trotzdem nicht.

Zusammenfassend glaube ich nicht, dass der Zeitpunkt zum Kauf gekommen ist. Eine kurzfristige Erholung wird es geben, damit eine Chance, schnelle Gewinne mitzunehmen. Erst ein positiver Monat, mit höherem Hoch und weisser Kerze ( = Kurs am Monatsanfang viel höher als am Ende) sind die ersten Anzeichen der kommendne Rallye. Der Blick auf den MACD bestätigt es…

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Erholung im Gange

Nun tanzt der Bulle. Die Zinssenkung in den USA die heute um 19:15 Uhr bekannt wurde, verstärkt diesen Effekt. Die sofortige Reaktion des Marktes war zwar zurückhaltend, aber einen großen Kurssturz wird es weder heute noch morgen geben.

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MACD und DAX – tendenziell positiv

Der MACD ist einer der wenigen Indikatoren, die ich regelmäßig anschaue, gerade in solchen Zeiten wie diese, wenn  sich das Marktbild offensichtlich verändert. Zur Definition des MACD habe ich schon einiges geschrieben, außerdem findet man es gut in Wikipedia erklärt, oder wo auch immer.

Es gibt zwei Linien – die schnelle und langsame. Wenn die schnelle die langsame von unten nach oben durchkreuzt, dann steigt die Nachfrage und mit einer Wende zu rechnen sei. Umgekehrt, wird als Verkaufssignal interpretiert, wenn die schnelle die langsame Linie von oben nach unten durchkreuzt.

Auf Tagesbasis betrachtet liegt heute aufgrund der oben bechriebenen Logik des MACD ein Kauf vor,

Eine ähnliche Situation hatten wir bereits am 1. Feb dieses Jahres. Damals stieg der DAX nur noch kurz, um danach abzustürzen.  Am 23.03.2008 lag ebenfalls ein positives MACD Signal vor. Darauf stieg der DAX kräftig an. Und schließlich am 16.07.2008 – zeigte der Indikator nach oben. Danach lief es noch ein paar Tage gut , später sahen wir mehrere Wochen eine Seitwärtsbewegung, um am Ende den September bzw. Oktobercrash zu erleben.

Tendenziell also sollte man zumindest von einer kurzfristigen Fortsetzung des heutigen Trends ausgehen.

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Unglaublich FDAX unter dem DAX!!!

Ich traue meinen Augen nicht! Der FDAX steht zur Stunde bei 4650 und der DAX bei fast 4800. So etwas gab es auch im Oktobercrash 1987. Damals kamen die Verkäufer einfach nicht nach. Heute kommen die Käufer nicht nach. Das Problem liegt offenbar daran, dass der enorme DAX-Anstieg fast ausschliesslich durch VW ausgelöst wurde. Damit jedoch die Arbitrage zwischen Kassa und Terminmarkt funktioniert, muss man den Index sozusagen jetzt verkaufen. Das geht, indem man eine Anzahl der DAX – Aktien in einen Korb nimmt. Hier liegt aber das Problem. Wenn man alle DAXaktien  mit entsprechender Wichtung in den Korb nimmt, dann bildet man die Indexperformance nicht nach, da die meisten Aktien heute stark fallen.

Interessant ist es trotzdem. Man könnte jetzt FDAX kaufen und VW Aktie verkaufen…

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Was macht man an so einem Tag?

Gute Frage. Für  einen VW Kauf wird es wohl zu spät sein.  Durch Großeinkauf von Porsche und die darauf folgenden Shorteindeckungen der Hedge Fonds stieg der Kurs heute zeitweise auf über 1000 €.

Erfahrungsgemäß fällt es irgendwann heftig. Aber VW Anstieg ist nur sympromatisch für den Gesamtmarkt, der sich nach Erholung sehnt.  Das Spiel wiederholt sich immer wieder. Sobald sich   Resignation und Fatalismus verbreiten, ist der Zeitpunkt zum Kauf gekommen.

Man kann Puts auf DAX verkaufen, so wie ich es vor ein paar Tagen getan habe.  Gesunde Nerven  und das richtige Moneymanagement vorausgesetzt kann es sehr lukrativ sein.

Oder man kauft CFDs auf steigenden DAX. Hier muss ich aber alle Anfänger warnen. Bevor Sie den  ersten Trade tätigen, machen Sie sich ausführlich darüber Gedanken, wie viel Geld Sie verlieren können. Der Markt schwankt wie verrückt. Änderungen von 100 Punkten in zehn Minuten sind heute keine Seltenheit. Es ist fast wie im Lotto. Sie kaufen und dann ist beides möglich. Die Kunst besteht darin, das eigene Geld so zu verwalten, dass es am Ende mehr als vorher übrig bleibt.

Live Beispiel:

Heute 10:29:23 Uhr Kauf 1 CFD bei abnamro. Der Index steigt in 15 Sekunden von 4581 auf 5000. Nach weiteren 15 Sekunden steht er weider bei 4880. Und so geht es weiter. Oder man setzt sich ein großzügiges Limit von 120 Punkten… Also es ist nur scheinbar lukrativ. Da sind mir die Optionen schon lieber…

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Sind Investmentfonds sicher?

Immer wieder werde ich von meinen Lesern und Bekannten gefragt, wie sicher ihr Geld sei, bzw. wo es sicher anzulegen sei. Da dieses Blog eher sozusagen unabhängig berät, gebe ich in der Regel keine Anlageempfehlungen. Bestenfalls präsentiere ich eigene Strategien. Oder schreibe allgemein zugängliche Informationen zum Thema Finanzen.

Viele in Deutschland fragen sich, ob das Zertifikate-Debakel auch für Investmentfonds zutreffen könnte. Schließlich werden diese auch von einer Kapitalanlagegesellschaft begeben und könnten bei deren eventueller Insolvenz genauso gefährdet sein wie Zertifikate.

Da muss ich alle beruhigen. Nein, Investmentfonds sind per Gesetz geschützt.

Investmentfonds sind Sondervermögen und benötigen keine Garantieerklärung. Investmentfonds sind insolvenz-, d.h. konkursgesichert. Sie sind nicht Teil einer Bankbilanz, sondern abgetrennte Sondervermögen, die für Rechnung der Anleger verwaltet werden. Diese Kundengelder sind strikt getrennt vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft und werden in gesonderten Sperrdepots bei der Depotbank verwahrt. Anleger in Investmentfonds sind Miteigentümer der Fondsanlage – nicht nur Insolvenz-Gläubiger der Fondsgesellschaft.

Kraft Gesetz gehört das Sondervermögen, d.h. die in einem Fonds angelegten Mittel der Kunden, nicht in die Haftungsmasse der Kapitalanlagegesellschaft. Geht diese oder die entsprechende Depotbank in Insolvenz, bleibt das Eigentum des Anlegers am Fondsanteil davon unberührt. Den Fall einer Insolvenz einer Kapitalanlagegesellschaft hat es aber in Deutschland bis dato noch nicht gegeben.

Natürlich sind Investmentfonds genauso wenig vor den Kursverlusten geschützt wie ein privates Portfolio.

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Und was macht das Projekt 1 Million?

Die Abonnenten meines kostenlosen Briefes sind informiert. Ansonsten gibt es wie immer nach dem Verfall am 21.11 den Bericht hier im Forum. Im Moment halte ich keine offenen Positionen im Rahmen des Projekts. Privat handle ich zwar Optionen aber nur einem sehr risikobegrenzten Rahmen. Optionsverkäufe ( Stillhaltegeschäfte) sind im Moment nicht die optimale Strategie  für  Kapitalmärkte.  Diese befinden sich nämlich  in einem Wandlunsgprozess, welcher durch hohe kollektive Nervosität  begleitet wird. Diese hohe Unsicherheit spiegelt sich in der Volatilität wider, die so hoch ist, wie seit 20 Jahren nicht mehr.

In einem solchen Umfeld ist muss man masochistisch veranlagt sein, um über Nacht ungedeckte Optionen insbesondere Puts zu verkaufen. Die Leitindizies halten sich an keine mathematischen Vorgaben bez. Kursentwicklung, sondern scheinen in einem Intervall von Null bis 5000 rein zufällig irgendwelche Werte anzunehmen. Den  Marktteilnehmern fehlt offenbar eine Grundlage für die Bewertung der gahandelten Vermögenswerte.

Wie begegnet man dieser Situation als riskikobereiter und erfahrener Kleinanleger. Es bietet sich ev. CFDs intraday zu handeln.  Mit dem Trend oder gegen, im Minutentakt. Eine andere Alternative ist der Kauf von Optionen. Also Put mit Laufzeit Juni 2009 oder Call Laufzeit Dezember 2009. Der investierte Betrag ist begrenzt und damit das Risiko. Das Problem ist, dass die Preise für Optionen inzwischen sehr hoch sind. Ein Rückgang der Vola kann diese in wenigen Tagen um 30 % drücken, ohne dass sich der Basiswert überhaput bewegt.

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Die Woche vom 27.10.2008

Wiederholt sich der schwarze Freitag 10.10.2008?  Was bringt uns das Wochenende? Bis lang waren es nur schlechte Nachrichten und vor allem viel Angst.

Der DAX kann am Montag sowohl bei 4300 also wo er jetzt steht, starten oder halt 400 Punkte darunter oder 200 Punkte darüber. Alles ist aufgrund der extermen Nervosität denkbar. Wozu darüber überhaupt schreiben.

Mit 4244 erreichte heute der DAX die 50%-Korrektur der seit 1975 laufenden Anstiegswelle. Das Niveau entspricht auch der Maximalkorrektur ( 68%) der seit April 2003 laufenden Longwelle. Man sieht also, dass wir uns bei markanten Preisen befinden, die weltweit Beachtung finden können und vielleicht doch eine kurzfristige Trendwende herbeiführen. Darunter sehe ich eine bei 3300 eine Unterstützung und noch tiefer kommt es zum Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot, wenn keiner mehr daran glaubt. Die Marke 2000 könnte hier als vorläufiges Kursziel dienen.

Es ist auch verdammt schwierig, diesen Markt zu handeln. Intrady gibt es so starke Kursschwankungen, dass jedes Portfolio früher oder später ausblutet. Mit Optionen ist es schon eher in Griff zu kriegen, aber dann eher mit Spreads. Mein Grundprinzip lautet – keine Risikoposition über Nacht!

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