Dezember 30, 2008 • 11:15
Nun scheinen die Weichen für die nächsten Tage gestellt. Der DAX eröffnete mit einer Aufwärtslücke bei 4754 und schloss fast beim Tageshoch bei 4810. Charttechnisch ist es ein klares positives Signal, den Glauben an die „technische Chartanalyse “ vorausgesetzt. Ich selbst betrachte die Charttechnik nur als Hilfsmittel. Irgendwie schreit mein akademischer Geist, wenn ich ein so komplexes nicht-lineares, sehr oft chaotisches Phänomen wie die Finanzmärkte mit wenigen simplen „Gesetzen“ zu beschreiben versuche. So viel weiss man , dass die Kurse bereits nach Sekunden nicht mehr korrelieren. Intraday kann man bestenfalls dauerhaft Gewinne erwirtschaften, wenn sowohl die Handelsvolumina und die sog. Tradingzeit berücksichtigt werden. Auf längere Skalen gibt es nicht den geringsten Hinweis, dass die Aktienkurse vorhersehbar sind.
Dennoch hilft die Charttechnik manchmal, die Mehrheitsstimmung zu erahnen. Viel besser prognostizierbar ist die Volatilität. Und deshalb mache ich meine Optionsgeschäfte weiter und bin so zuversichtlich wie noch nie!
Zurück zum DAX- eine sog. weisse Kerze, wie wir es heute sahen, spricht also klar für die Fortsetzung der Rallye. Ich selbst rechne erst bei Notierungen über 5000 mit einer wahrscheinlich kleinen Korrektur. Naja, jetzt sind erst einmal zwei Tage, in denen die Meinung auch kippen könnte.
Wie in den letzten Beiträgen beschrieben rechnete ich eher mit einer Korrektur auf jeden Fall mit einem Ausbruch. Demnach liege ich doch nicht so falsch.
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Kurz vorm Handelsschluss in New York haussiert der Dow Jones weiter und steht zur Stunde bei 2,12% im Plus und damit fast 200 Punkte höher als um 14 Uhr beim DAX-Schluss zurückgerechnet.
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Die positive Stimmung zum Jahresende überrascht nicht. Darüber habe ich zu Genüge geschrieben. Dies sollte aber nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass charttechnisch der wichtigste deutsche Börsenindex immer noch im Seitwärtsgürtel pendelt. Erst der Ausbruch auf über 4848 bedeutet für mich ein weiteres Anstiegspotenzial auf 5300 und höher. Eine solche Entwicklung halte ich aber für unwahrscheinlich. Der amerikansiche Markt wird schon für eine Korrektur sorgen. Ich schrieb vor ein paar Wochen über die zurückgehende Korrelation zwischen dem US-Markt und dem DAx. Diese Korrelation scheint inzwischen wieder zu steigen. Historische gesehen, geht es bei uns dann meist bergab. Auch die heute trotz freundlicher Tendenz gestiegene Volatilität lässt eine Nervosizät erahnen. Die unzähligen positiven Stimmen („2009 wird ein gutes Börsenjahr“) tragen ebenfalls zu meiner Skepsis bei.
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Nach fast zweimonatiger Pause steht nun die Wiederaufnahme des Projekts Meine- Erste- Million an. Zur Erinnerung nach fast zwei Jahren fast lückenloser positiver Performance habe ich mein Optionsgeschäft öffentlich gemacht. Im September wurde an die Abonnenten der erste Brief versandt. Leider war das nicht der beste Augenblick, oder vielleicht doch. Jedenfalls stieg die implizite Volatilität in wenigen Tagen von 20% auf über 80% an und machte den Stillhalterhandel auf ursprünglicher Basis unmöglich. Ich weiss, dass die Vola meist längere Zeit auf hohem Niveau verharrt. So auch jetzt. Deshalb nach zwei misslungenen Monaten brach ich das Projekt vorläufig ab. Danach beschäftigte ich mich um so intensiver mit dem Thema. Ich analysierte historische Daten, fuhr Marktsimulationen für verschiedene Handelsstrategien. Im Endergebnis werde ich das Projekt im Januar wiederaufnehmen, mit veränderten Rahmenbedingungen. Ich werde vorerst mit geringer Renditeerwartung und Risiko anfangen. Die Positionen werden von Anfang an abgesichert. In den ersten Wochen werde ich die Geschäfte im Blog posten und versuche es, etwas besser zu erklären. Nachher wird es als Brief versendet.
Zweifel habe ich noch, wann anzufangen. In der zweiten Januarwoche bin ich Schi fahren und kann dann nur begrenzt posten und die Positionen überwachen. Deshalb kann es sein, dass erst nach dem 20 Jan also mit Februar-Serien begonnen wird. Ihr hört von mir jedenfalls.
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Man darf es nicht unterschätzen. Aus Erfahrung weiss ich, dass die letzten Tage des Jahres sind oft wie vielbeschworen volumenschwach, aber die Kursschwankungen können hier durchaus ansehlich sein. Wenn jemand also auf einen ruhigen seitwärtsgerichteten Kursverlauf hofft, kann enttäuscht werden. Dies ist nicht nur aufgrund der Analyse der letzten Jahre zu erwarten, sondern vor allem deswegen, weil der DAX seit Tagen in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 4520 und 4840 erstarrt ist. Die 4815 ist wie oft geschrieben das maximale Korrekturniveau des zwischen 8.11 und 21.11 verlaufenen Aufwärtstrends. Mit anderen Worten steigt der DAX darüber , wird es erst einmal weiter steigen, voraussichtlich bis auf 5300. Wahrscheinlicher erscheint mir im Moment ein Rückgang des deutschen Aktienindexes auf den Gürtel 4340-4400. Und bitte nicht vergessen, ein schneller Rückgang unter 4300 also der Test der Jahrestiefs steht auch noch an. Im Großen und Ganzen ist mit einer volatilen Bewegung zu rechnen.
Nachrichten der Woche lasse ich diesmal aussen vor, da dies derzeit eine geringere Bedeutung für die Finanzmärkte hat. Zu betonen ist nur die Tatsache, dass am 24.12 in den USA eine ganze Reihe Nachrichten veröffentlicht werden, wie Erstanträge auf ALU. etc. Da in Deutschland an dem Tag nicht mehr gehandelt wird, wird man erst nächste Woche die Bewegung des amerikanischen Marktes hierzulande partizipieren können. Deshalb sollte niemad überrascht sein, wenn am 29.12.2008 , am nächsten Montag der DAX plötzlich mit viel Wucht in den Handel startet.
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Dezember 19, 2008 • 12:57
Nun neigt sich das Jahr einem ausgeglichenen Ende. Die Zeit, um ein Resümee zu ziehen.
1. Optionshandel
Das Anfang des Jahres angefangene Projekt 1 Mio wurde nach den Turbulenzen im Oktober vorerst ausgesetzt. Das Projekt benutzte Stillhaltergeschäfte also ungesicherte Verkäufe von Indexoptionen. Dieses Geschäft funktioniert ausschließlich in ruhigen Märkten mit kleinen Schwankungen des Basiswertes. Dies war auch im deutschen Markt viele Monate der Fall. Ich verdiente damit viel Geld. Die Situation wurde allerdings im September heikler. Die Vola stieg plötzlich auf 80% und der Markt schien aus dem Gleichgewicht zu geraten. Im Prinzip kosteten die Optionen willkürliche Preise, die in keiner Weise das tatsächliche Risiko preisten. Ich verlor etwas Geld und hoffte auf eine Beruhigung. Dieses ist aber auch im Oktober und auch nicht im November eingetreten. Es besteht die Hoffnung, dass dies jetzt passieren wird. Ich denke ernsthaft daran, in das Geschäft wieder einzusteigen. Noch analysiere ich geeignete Modelle, die mir vor allem ein stressfreies Leben ermöglichen. Ich habe keine Lust mehr, mein Leben durch das Geschäft einzuschränken. Und dies war leider notwendig. Ich unterschätze den Aufwand völlig. Man darf eigentlich keinen Tag auslassen, auch wenn man nur sozusagen zuguckt und nicht aktiv agiert. Der Tag X kommt nämlich immer…
2. DAX-Signale auf Positionsbasis
Hier habe ich auch einen bedeutsamen Fortschritt erreicht. Ich verfeinerte den Signalgeber, änderte das Moneymanagement und erzielte damit eine deutliche Steigerung der historischen Performance. Eigentlich ist die Entwicklung damit abgeschlossen. Als nächstes muss das System automatisiert werden. Ich will es anschliessend anwenden bzw. publizieren. Hierzu führe ich Gespräche mit geeigneten Sponsoren.
3. DAX-Signale auf Intradaybasis.
Bei diesem Projekt ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen aber ich erzielte hier einen kleinen Durchbruch. Zunächst nahm ich realistische Daten und erweiterte die betrachteten Parameter um das Volumen und Handelszeit. Mit diesem dreidimensionalen Satz der Eigabewerte erstellte ich ein Regelwerk auf Minutenbasis, welches eine kontinuierliche Performance bringt. Hiermit werde ich hoffentlich im kommenden Jahr weiter kommen. Im nächsten Schritt muss das System ebenfalls automatisiert werden. Oh Gott, ich werde noch viel Arbeit haben…
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Die Börse zeigt sich immer wieder von ihrer unberechenbaren Seite. Das Verhalten der Kurse passt eigentlich in kein Muster, weil hier meist das Gegenteil dessen passiert, was die meisten Teilnehmer also zum Beispiel auch ich erwarten.
So wie heute. Wir haben den Verfall an dder Deutschen Terminbörse- sog. Hexensabbat. Die Indexoptionen z.B. auf DAX verfallen um 13:00 Uhr. sind sie im Geld, sprich ihr Basiswert liegt unterhalb des aktuellen Kurses, dann werden sie meist von dem Optionskäufer ausgeübt. Der Stillhalter- Verkäufer muss dann den Diffderenzbetrag zwischen dem Basispresi und dem aktuellen DAXwert in cash liefern.
Die Zeit am Verfall und davor ist oft durch gestiegene Volatilität geprägt. Die Kurse schwanken und große Investoren versuchen oft, den Index durch große Orders so zu manipulieren, dass er esich in die gewünschte Richtung bewegt.
Dies führt zu hektischen Zuckungen des DAX. Nicht aber heute und auch nicht die ganze Woche. Gerade wenn alle mit großer Vola rechneten, passiert gar nichts. Der DAX pendelt in einem sehr schmalen Korridor zwischen 4600 und 4800. Und die implizite Volatilität steht zur Zeit bei 44%, immerhin bei der Hälfte der Werte vom Oktober. Es ist also auffällig ruhig geworden an der deutschen Börse, die sich auch offenbar vom amerikanischen Markt zum Teil abkoppelte. Darüber habe ich kürzlich berichtet.
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Bereits am 31.05 habe ich mich mit dem Thema befasst, wo stehen wir am letzten Tag des Jahres im deutschen Aktienmarkt. Meine Analyse war nüchtern und sah mit Erstaunen, dass nach der Elliot-Wellen Analyse der DAX im alle besten Falle unter 7500 steht. Zur Erinnerung -damals standen wir über 7100. Der beste Fall ist nun nicht eingetreten und dennoch überrascht mich selbst, wie realistisch meine Einschätzung war.
Hier das Originalzitat meines Beitrages:
Wo sind also in genau 7 Monaten?
1. extremes Szenario Obere Begrenzung 9000, Untere. Begr. 4000
2. Normales Szenario 8500-5200
3. Das wahrscheinlichste Szenario 7000-6000
Das letzte Ergebnis überraschte mich ein wenig, da die Stimmung doch so positiv ist… Hier sehe ich bestenfalls den DAX unter 7500.
Mal sehen in 7 Monaten.
Die Frage steht dennoch weiterhin im Raum. Charttechnisch befindet sich der DAX in der Korrekturphase des Aufwärtstrends, welcher seit Anfang November den Anstieg von 4034 auf 5302 durchlief. Das maximale Korrekturniveau dieses Trends liegt bei 5803. Diese Marke wurde faktsich berührt und dann drehte der DAX, was jedoch lange nicht einen Gegentrend bedeutet. Im Gegenteil aufgrund der zurückgehenden Handelsspanne und der damit verbundenden sinkenden Volatilität rechne ich mit baldigem Ausbruch des Deutschen Aktienindexes. Der Ausbruch ist zwar in beide Richtungen denkbar , wahrscheinlicher erscheint mir ein weiterer Anstieg. Dann wären aber Niveaus bis auf 5300 möglich. Für diese Variante spricht auch die bereits erwähnte zurückgehende Korrelation zum amerikansichen Markt. Dieses Phänomen hatte in der Vergangehneit fast immer den Anstieg des DAX zur Folge. Fast immer, also auch eine „Ausnahme“ ist denkbar. Ein Rückgang dürfte sich aber maximal auf 4350 erstrecken. Davon abgesehen haben wir am Freitag den Großen Verfall and er Eurex, so dass mit großer Bewegung erst später zu rechnen ist.
Im übrigen steht die oben erwähnte Korrelation zur Zeit bei -0,29, das heisst der DAX verhält sich antikorreliert zum Dow! Also fällt der Dow, dann steigt der DAX und vice versa.
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Naja nicht ganz, da ich doch langfristig von fallenden Kursen nach wie vor ausgehe und dies auch gestern bzw. am Sonntag schrieb. Dennoch lag ich an zwei Stellen punktgenau: Read the rest of this entry »
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