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Mein Optionshandel -kurzer Ausblick („1 Mio Projekt“)

Viele von Euch werden sich noch erinnern an das Projekt 1 Million.  Es handelte sich dabei um Stillhaltergeschäfte mit DAX-Optionen unterstützt durch lineare Produkte wie CFDs und Futures.

Ich beschäftige mich mit Optionen seit ich sie mathematisch begreifen kann, also lange trotzdem mit der unverminderten Leidenschaft. Es gab viele Höhen und Tiefen in meiner Laufbahn als Optionshändler. Anfangs vor 9 Jahren wusste ich zwar wie man sie handelt und was sie grob abbilden. Wie sich solche stark nicht-linearen Produkte in der Praxis verhalten, war mir gar nicht geläufig. Ich hatte damals gut im Beruf verdient ( Investment Banker vor 2002 war ein lukrativer Job) und zockte halt. Zuerst Covered Calls, dann Indexoptionen. Irgendwann fiel ich damit auf die Nase und setzte das Geschäft aus. Nach drei Jahren ging es von vorne an. Diesmal ließ ich mir eine längere Testphase zu.

Diese war 2004 erfolgreich abgeschlossen und ich begann mit echtem Geld DAX-Optionen zu handeln. Dies lief aufgrund der stark zurückgehenden Volatilität in den Jahren 2004-2007 sehr gewinnbringend. Ja, ich habe viel Geld gemacht! Im Pronzip habe ich nach und nach die übliche Absicherung weggelassen. Ich verkaufte Puts und Calls ungedeckt also mit dem Risiko, dass bei einer unerwarteten sehr schnellen Kursbewegung gegen mich sehr viel Geld vernichtet werden kann.

Irgednwann habe ich aus den Erfolgen auf die Zukunft projiziert und kam zum Schluss , dass bei diesem Tempo man schnell in 4-8 Jahren bei einer Million ist, wenn man nur mit 20.000 € angefangen hat. So wurde das Projekt 1 Million geboren.

Ich veröffentlichte meine Trades und versendete einen Börsenbrief. Und das Geld floss weiter.  Bis 2007. Damals und im Januar 2008 bekam ich die erste Warnung vom Markt. In kurzen Zeiträumen verlor ich den gesamten 2007 Gewinn, ich blieb aber am Ball und so im Sep. 2008 lag ich wider im Plus. Damals hätte ich aussteigen sollen. Aber wer täte es?!  Alle der Bankvorstände eingeschlossen  glaubten  an die hohen Renditen ohne Risiko.  Der erste Sturz kam im September, der zweite im Oktober und ich setzte das Optionsgeschäft wieder aus. Ich hatte nicht alles Gewonnene verloren, mir ging es aber um die Strategie insgesamt. Ich stellte fest, dass die Volatilität in Clustern auftritt und wir uns seit Ende 2007 im typischen high-vola cluster befinden, der noch bis 2011 dauern kann. Unter solchen Umständen machen die Stillhaltergeschäfte die ausschliesslich aus nackten Optionen bestehen, keinen Sinn mehr.

Ich habe anschliessend mehrere Monate an einer neuen Strategie gearbeitet und setze sie inzwischen erfolgreich mit echtem Geld ein.  Und überhaupt vertiefe ich mich immer weiter ins Thema.

Generell fahre ich zur Zeit zwei Strategien:

1. Kombinationen aus Aktien und Optionen: cut collar. Hier ist die Renditeerwartung deutlich geringer als vorher, dafür aber baue ich anfangs nur deltaneutrale Positionen auf und arbeite bis zum Schluss immer risikoneutral. Ich kombiniere hier liquide Aktien und EUREX Optionen,

2. Volatilitätshandel . Heir benutze ich eigene Prognosemodelle für die implizite Volatilität. Die Volaveränderungen werden von mir mit DAX Optionen an der Eurex ( Strangle, Straddle) antizipiert.

Über weitere Details meiner Aktivitäten auf dem Optionsfeld  schreibe ich später.

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DAX und S&P in dieser Doji Woche- Zusammenfassung und meine Signale

Ja, entgegen aller Skepsis- es war eine Doji Woche. Der DAX startete in den Handel bei 4941 und ging aus dem Handel mit 4336 raus. Ein perfekter Doji, oder? Naja, im Wochenevrlauf wird es schwieriger, die Aussagekraft eines Doji zu beurteilen. Auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Bullen und Bären deutet es schon hin. Die statistische Relevanz fehlt jedoch, da es nicht so häufig vorkommt. Der Wochen-Doji kam schon mal in einer Hausse vor und hat die Trendrichtung nicht beeinflusst. Zusammenfassend muss ich sagen, im Gegensatz zur Tageskerze ( s. mein Artikel von vorgestern) liefert der Wochen-Doji keine eindeutigen Aussagen über die weitere Kursentwicklung,  ausser dass die Börsianer es nicht wussten, wohin sie wollten.

Darauf hat mein Indikator reagiert und zeigte in diesem trendlosen Markt seine Schwächen. Zwei Long-Fehlsignale und ein mit Verlust von 138 Punken beendeter Longeinstieg. Mehr Aktivitäten gab es nicht in dieser Woche.

Charttechnisch befindet sich der DAX immer noch in dem Aufwärtskanal, der seit März gilt. Allerdings kommt der Aufwärtstrend langsam ins Stocken, da seit drei Wochen keine neuen Wochenhochs markiert werden, bzw. sie werden schnell wieder verlassen.  Ich denke, mehr kann man im Moment zum DAX nicht sagen. Ähnlich gefangen scheint der amerikanische S&P 500. Dieser pendelt im Seitwärtsgürtel 880-930. Allerdings gibt es dort keinen Doji, dafür aber umsomehr Hoffung auf GM Rettung.

Zusammenfassend befinden sich die Aktienindizies in einem Aufwärtstrend, der den Abwärtstrend zwischen Juli bzw Oktober  2007 und März 2009 korrigert.

Und noch eines. wollen Sie meine Meinung hören? Ich fürchte, es wird weiter steigen, anfangs stark, dann langsamer, dennoch weiter geht es  aufwärts. Es ist nur meine Meinung. Mein Signalgeber sagt das Gegenteil! In dem Sinne bis morgen!

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Doji- das erste deutliche Warnzeichen im DAX!

Nach diversen Vergnügungen und  Verpflichtungen des Tages komme ich nun zur kurzen Chartanalyse des DAX. Die ist nämlich interessant. Im Trading Blog habe ich bereits geschrieben, dass mein Signalgeber immer noch long ist. Der Kursverlauf des Deutschen Leitindex spricht aber eine andere Sprache. Im Chart sind eindeutig Wendezeichen zu erkennen.

Aus Sicht der Chartanalyse mit Candlesticks sahen wir heute einen „Doji“ im DAX. Das Hauptkriterium ist die Übereinstimmung des Eröffnungs- mit dem Schlusskurs. Heute sah es folgendermassen aus.: DAX open 5002, close 5001. Doji ist ein perfektes Umkehrsignal in Bullenmärkten, so meine Erfahrung. Das mag mit seiner Charaktereigenschaft zusammenhängen, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot darzustellen.  Das Tagesvolumen könnte dieses starke Gewicht des Doji untermauern. Heute zeichnete sich der Xetrahandel durch  ein Volumen, das fast genauso stark wie gestern war, als der DAX fast 200 Punkte zulegte. Das beweist, dass die stark erhöhte Nachfrage doch noch durch das Angebot abgefangen worden ist und nicht zum Kursanstieg geführt hat.

Die Hypothese , das der heutige Tag eine kleine Wende einleiten könnte, ist  leicht durch historische Daten zu belegen. An folgenden Tagen sahen wir ebenfalls einen Doji im DAX nach einem Bullenmarkt.

16.07.2007, 27.12.2007 ( sehr starkes Signal) 29.05.2008, 10.11.2008,

In all den Fällen und öfter kam es danach zu einer größeren Korrektur im Markt.

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In den kommenden Tagen wird sich der DAX entscheiden (müssen)

Der heutige ifo-Geschäftsklimaindex hat zwar nicht für die Euphorie gesorgt, er hat aber insgesamt die Erwartungen bestätigt. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich spürbar auf.

Aufgrund des Bankenfeiertages in den USA passierte heute traditionell nicht viel bei uns. Manchmal frage ich mich, weshalb es noch überhaupt einen Aktienmarkt in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt noch gibt. Schliesslich schauen alle ganzen Tag entwder auf den US-amerikanischen Handel oder auf die entsprechenden Indizies ( S&P) wenn die Präsenzbörse gerade geschlossen ist.

Aber so unwichtig war der heutige Börsentag doch nicht. Er setzte den DAX unter eine gewisse Spannung und Zugzwang. Eine Rendite von exakt Null Punkten, so wie wir es heute sahen, bedeutet statistisch fast immer die Ruhe vor dem Sturm. Die Frage ist nur, in welche Richtung es stürmen wird.

Vieles spricht für einen starken Kursanstieg bis Ende der Woche. Der DAX befindet sich seit März in einem etablierten Aufwärtskanal mit einer Steigungsrate von  500 Punkte pro Monat. Zur Zeit steht der Index etwa in der Mitte des Kanals.  Der Aufbruch zur oberen Begrenzung des Kanals bei 5257  bis Ende Mai erscheint zwangsläufig.

Auf der anderen Seite schwächelt der Index schon seit Tagen und nach meinen Signalgeber kann es bereits unter 4800 zum Shortsignal kommen. Die Unterschreitung von 4800 auf Tagesschlussbasis hätte ohnehin das charttechnische Bild stark verdunkelt.

Fazit:

Ein Anstieg über 5050 ist für mich ein klares Kaufsignal mit dem Kursziel 5257 zum Monatsende.

Ein Rückgang im Deutschen Leitindex  unter 4800  legt das neue Kursziel von 4600 vorübergehend fest.

Generell ist zumindest kurzfristig mit einer deutlich höheren Handelsspanne zu rechnen!

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Geschäftsklimaindex und DAX

Die kommende Woche wird voller diverser Hauptversammlungen, in denen es um den Schnee von gestern geht. Am 26.05 kommt z.B. die HV der Deutschen Bank und der Nordex  zusammen. Ansonsten haben wir morgen einen Bankenfeiertag in den USA. Aus den USA kommen erst am Freitag relevante Zahlen wie BIP und auch diverse andere Nachrichten zu Häuserverkäufen, wo ich die Bestätigung des von mir prognostizierten Trends sehe- Stagnation auf tiefem Niveau.

Einen Termin würde ich dennoch  unterstreichen. Es ist der ifo- Geschäftsklimaindex, welcher  morgen 10:00 Uhr für den Mai veröffentlicht wird.

Erwartet wird der deutsche ifo Geschäftsklimaindex für Mai bei 85 nach zuvor 83,7. Der Index zur aktuellen Lage wird mit 84,5 erwartet, nach 83,6 im Vormonat, während der Geschäftserwartungsindex mit 85,4 erwartet wird, nach 83,9 zuvor.

Warum ist es für mich wichtig?  Dieser Index scheint langfristig stark zu Finanzmärkten zu korrelieren. Was ist der ifo-Geschäftsklimaindex überhaupt ? Hier können Sie darüber nachlesen. Es ist letzten Endes das Ergebnis einer Umfrage, die seit Jahrzehnten unter 7000 Unternehmen durchgeführt wird. Der daraus abgeleitete Index gilt als Stimmungsindikator. Solange sich der Index in eine Richtung bewegt, besteht für mich kein Handlungsbedarf. Interessant sind allerdings die Wendepunkte.

Wie man in der angehängten Grafik sieht,  wechselt der ifo-Index selten die Marschrichtung.  Anfang des Jahres 2007  lag der Index am Maximum. Damals begann sein langsamer aber stetiger Rückgang, dem die Börsen erst mehrere Monate später folgten.

Im Jahr 2000 erreichte der Index ebenfalls seinen Maximalwert und begann zu fallen, der Börse voraus. Früher sahen wir eine Wende um 1996, 1993, immer kurz bevor die Börsen es auch zeigten. Es scheint, dass die Stimmung in der Wirtschaft sich zeitnah auf das Investitionsverhalten der Wirtschaftsubjekte auswirkt und dieses widerum auf die Börsenkurse welcher dann letzten Endes zum Abschwung führen.

Anfang  2003 befand sich der Index widerum am Minimum und drehte langsam noch bevor es an den Börsen aufwärts ging. In ähnlicher Lage befindet sich der Index jetzt. Seit Anfang 2009 verlässt es die Minima vom 2008 und steigt. Bestätigt sich dieser Trend auch diesmal, dann kann man in der Tat von langfristiger Trendwende ausgehen. Hinzu kommt die Tatsache, dass immer noch um die 200-Tage Linie im DAX gekämpft wird.

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Wie sinnlos sind die Börsenanalysen

Ich nenne sie einfach so- Börsenanalysen Gemeint sind die vielen Kommentare, Prognosen, Einschätzungen, die täglich in papierhafter und elektronischer Form erscheinen. Verbreitet werden diese „wertvollen“ und sehr „hilfreichen“ News meist über etablierte Medien aber zuletzt auch zunehmend durch private Analysten, die in den geeigneten Foren und sonstigen interaktiven Medien ihre Meinung mal äussern dürfen. Es ist gut so, denn man sieht, dass sie genauso selten wie die etablierten Analysten Recht haben und ähnlich naiv denken.

Ich schaute mir die letzten Wochen in den gängigen Medien an. Unter Derivatecheck.de finden Sie regelmäßig und gut sortiert , aber um so wenig brauchbare „Analysen“. Letzten Endes lohnt es sich gar nicht diese zu lesen, da dank ihrer sprachlichen Perfektion und scheinbaren logischen Nachvollziehbarkeit, verleiten sie den Leser dazu , an sie zu glauben. Es reicht, die Titel zu lesen und man sofort weiss, nach welcher Logik sie enstehen. Fallen die Märkte, dann sind die Prognosen negativ, steigen sie, dann eben ist der Ausblick positiv. Nicht mehr nicht weniger.

Anfang der Woche lese ich folgende Schlagzeilen:
18.05.09 , HSBC Trinkaus & Burkhardt
Euro STOXX50, Erholungs-Rally beendet?
18.05.09 , IG Markets
Euro STOXX50, mittelfristig Korrektur
18.05.09 , animusX
DAX-Sentiment, herber Dämpfer
18.05.09 , Lang & Schwarz
Dow Jones, negative Indikatorenlage

Dabei gab es keinen Grund, irgendwelche Prognosen aufzustellen, denn die charttechnische Lage am letzten Freitag war neutral, d.h. ausgeglichenes Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot. Nicht mehr nicht weniger. OK, es gab ein paar schlechte Nachrichten am Wochenende. Oder anders gesagt war der Ausblick eher negativ. Mit technischer Analyse hat dies aber nichts zu tun. Sorry.
OK, es gab auch wenige kluge Köpfe, die die tatsächliche Lage richtig erkannten, wie etwa
18.05.09 , HSBC Trinkaus & Burkhardt
DAX, Pattsituation

Nachdem die Märkte gleich am Wochenanfang anzogen, wechselten die Analysten sofort die Lager.
19.05.09 , Tradematiker
DAX, ungewöhnliches Stärkezeichen
19.05.09 , Helaba
DAX, Angriff auf das 5.000er Niveau?
19.05.09 , IG Markets
DAX, doppelter Boden
19.05.09 , DZ BANK
DAX, Abschluss der Konsoldierungsformation?

Es gab zwar ein paar Zweifler aber heute morgen waren sich alle sicher
21.05.09 , IG Markets
DAX, es geht weiter aufwärts

Und … es ging abwärts.

Warum beschäftigen Banken technische Analysten überhaupt? Diese Leute verdienen direkt nach dem Studium um die 40.000 €, nach fünf Jahren sogar mehr als 70.000 und wenn sie es bis zum Vice President (Prokurist) schaffen, dann können es sogar 90.000 und mehr werden. Von directors gar zu schweigen, deren Gehalt zwischen 100.000 und 200.000 liegen kann.
Dieses viele Geld lassen sich Banken und Investmenthäuser kosten, nur um Esoterik zu betreiben.
Warum sagt man der Öffentlichkeit nicht die Wahrheit über die Finanzmärkte? Es gibt nur zwei Ausgangspositionen für den Finanzanalysten, der über Börse schreibt:

1. Ich weiss mehr als die anderen. Entweder kenne ich fundamentale Daten, die noch nicht allen bekannt sind. Dann kann ich mich strafbar machen durch deren Veröffentlichung. Oder ich habe durch meine eigene Forschungsarbeit Ineffizienzen in den Märkten entdeckt. Die lassen ebenfalls auf eine küftige Entwicklung schliessen und Geld machen In dem Falle werde ich zwar nicht bestraft, wohl aber werden mich die mesten Menschen für verrückt halten. Wer gibt einen goldenen Esel einfach so ab…?
Jedenfalls solchen Analysten würde ich auch glauben.

2. Ich weiss nicht mehr als die anderen. Dann kann ich höchstens als einzige Informationsquelle die historischen öffentlich zugänglichen Daten nehmen und Analogien zur Gegenwart suchen. Das ist aber sehr sehr gewagt. Zwar widerholen sich die charttechnischen Konstellationen immer wieder. Die Risiken aber sind nicht konstant. Wenn also statistisch nach einem Hammer die Aktienkurse steigen, dann tun sie das auf sehr unterschiedliche Weise: sofort stark, mehrere Tage nur wenig, zuerst stark steigen dann fallen usw. Allein die Aussage, jetzt steigt es, reicht nicht, um nicht Geld zu verlieren.

Ich vermisse in den Analysen ob im Internet, n-TV oder in der Literatur mehr Seriosität und wissenschaftliche Belege. Warum schreibt man nicht zum Beispiel:
Im Moment fehlen Impulse aus der Wirtschaft, deshalb orientieren sich die meisten Trader und Anleger ausschliesslich an den historischen Kursen un den dort ausgemachten markanten Kurszielen. Diese werden durch Fibonacci Korrekturen des vorhergehenden Trends und durch die Trendbegrenzungen definiert. Dennoch ist bei jetziger Volatilität mit einem unerwarteten Ausgang des heutigen Tradingtages zu rechnen. Die Handelsspanne beträgt schätzungsweise 100 Punkte plus minus 30. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% kann die Handelsspanne sogar 250 Punkte betragen.
Es gibt immer wieder Versuche, so formulierte Analysen zu schreiben. Uwe Wagner hat unter derivatecheck, de früher in diesem Still geschrieben und auf die Eintrittswahrscheinlichkeiten verwiesen. Irgendwann war er aber aus der Bühne verschwunden.

Also noch einmal liebe Analysten- mehr Risikomanagement , mehr Objektivität. Wenn man heute nichts (neues) sagen kann, dann schweige man oder gehe lieber mit der (einer) Frau Vodka trinken, höre Musik etc.

Aber Profianalysten stehen nicht alleine mit ihren Fehlprognosen da. Unter www.sharewise.de schreiben zum Beispiel viele Hobbyanalysten ihre Einschätzung. Ich habe mir die Commerzbankaktie ( mein Liebling) ausgesucht. Und was sehen wir dort? Bis zum 8.05 gab es fast nur Kaufempfehlungen
http://www.sharewise.com/aktien/DE0008032004-commerzbank/analysen-empfehlungen?type=user
Damals stieg die Aktie auf fast 7 €. Alle haben sie zum Kauf empfohlen. Danach stürzte der Kurs und prompt kamen Verkaufsempfehlungen, geleitet vom Geschäftsführer Nico Plögert, der sogar strong sell empfohlen hat. So gut so schön. Am 17.05 zog der Kurs an und wir sehen erneut zwei „Buys“.
Kurz und bündig die Hobbyanalysten (oder Privatspieler), die ihre Prognosen schreiben wissen genauso viel wie die Profis, die das gleiche tun, nämlich sehr wenig.

Finanzmärkte bleiben reine Spekulation, ein Nullsummenspiel, ähnlich wie Roulette, haben aber doch einen Einluss auf die Realwirtschaft, der nicht kleiner sein könnte als der in die umgekehrte Richtung. Aber das ist schon eine andere Geschichte.

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Die Spannung im deutschen Markt steigt. DAX bei 5006

Heute um 16:40 Uhr war es soweit. Für ein paar Sekunden stieg der deutsche Leitindex auf über 5000 Punkte. Zur Überraschung vieler Analysten und Hobbyanalysten.

Es wird echt spannend zuzusehen, wie eigentlich unentschlossen die Börsianer sind, gleichzeitig aber wollen sie nichts verpassen. Am Sonntag schrieb ich vom der bilderbuchtauglichen Chartkonstellation im DAX. Der Index lag Anfang der Woche bei der unteren Begrenzung des Aufwärtskanals, welcher seit März besteht. Es war also eher ein Schub nach oben zu erwarten, zumal schlechte Nachrichten beim besten Willen aller die es verpassten, rechtzeitig einzusteigen, fehlten.
Hinzu kommt noch die kurze Maiwoche.
Die 200 Tage Linie über die ich kürzlich schrieb, ist heute erneut von unten durchhandelt worden. Letzte Woche stieg der Index schon mal darüber und fiel zwei Tage später wieder unter die Linie. Heute also der neue Angriff. Das ist nicht ungewöhnlich. Und statistisch gesehen scheitern solche widerholten Angriffsversuche, es sei denn dass es heute und morgen rasant nach oben geht.

Wie geht es weiter? Sollte der Index heute bzw. morgen nicht mehr deutlich unter 4980 zurückfallen, geht es erst einmal weiter aufwärts mit dem Ziel 5400.
Ansonsten hängt alles davon ab, wie sehr enttäuscht die Börsianer auf das erneute Scheitern der 5000 Marke reagieren werden. Ich erwarte eher ein Abprallen und einen erneuten Angriff bis es endlich mal klappt.

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DAX – der Ausblick auf die kommende Woche

Immer noch erklingen in meinen Ohren die verrückten Töne aus der Figaros Hochzeit, die ich am Freitag in Frankfurt gesehen habe, zum dritten Mal insgesamt. Hört Euch zum Wochenauftakt einfach die angehängte Overtüre und die auf Youtube zahlreichen Arien an und es geht Euch einfach nur gu danach…

Die kommende Woche wird kurz und mit kurzen Maiwochen hatten wir zuletzt fast nur gute bis sehr gute Erfahrungen. OK, der schwarze Schwann kann uns natürlich auch hier einen Strich über die Rechnung ziehen und es diesmal anders laufen wird, aber es spricht im Moment recht wenig dafür.  Übrigens zum Schwarzen Schwan und Wahrscheinlichkeiten in unserem Leben findet Ihr ein paar kluge Bemerkungen hier. Ich habe mir fest vorgenommen, dieses Buch im Urlaub am Strand zu lesen.

Der DAX befindet sich zur Zeit an der unteren Begrenzung seines seit 9.03 etablierten Aufwärtrstrends Es ist bilderbuchtauglich! Man kann die Tiefstkurse des DAX vom 9.03, 1.04 14.05 und 15.05 verbinden und man erhält eine Gerade. Es bleibt also die spannende Frage der Woche- zieht der DAX nun and er unteren Begrenzung an und steigt dann auf die Werte zwischen 5300- 5400 oder eine längere Korrektur beginnt. Diese könnte dann den Index auf 4100-4280 stürzen lassen. Für diese Variante spricht einiges wie z.B.
- das Scheitern der 200 Tage Linie
- Fehlende positive Nachrichten aus der Unternehmensecke, die Zweifel an deren Bewertung aufkommen lassen
- Gewinnmitnahmen bei den Zockeraktien wie Commerzbank.

- Mein Indikator der wieder zum ersten Mal seit Wochen ein Shortsignal generierte ( s. Trading Blog und www.sharewise.de News Marktberichte).
Ansonsten viel Spass mit der Musik.

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