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Wie weit kann der DAX jetzt fallen

Jetzt nur noch kurz, meine treuen Leser.  Ich will zu tief ins Detail gehen. Die US-Zahlen waren schlecht oder wurden zumindest schlecht aufgenommen. Man rechnete mit endloser Steigung des ISM-Indexes, mit kontinuierlichem Rückgang der Arbeitslosenzahlen wie auch immer.

Fakt ist, der Markt reagierte nervös wie schon seit Tagen.  Ob das der Beginn einer längeren Korrektur ist, wage ich immer noch zu bezweifeln.  Solange Nachrichten die Kurse bestimmen, ist es noch nicht so schlimm. Es reichen nämlich paar bessere US- Zahlen und schon freut sich jeder in Deutschland. Warum ausgerechnet bei News aus den USA, weiss ich nicht. Dieses Land verliert an Bedeutung immer mehr. China wäre jetzt angebrachter. Da brauct sich aber auch etwas zusammen, oder? Kreditblase oder was auch immer.

Ich erwarte die ersten Unterstützungen im DAX bei 5286 und darunter 5143. Und noch mehr darunter verlaufen längerfristige Korrekturniveaus bei 5000, 4911 und 4663.

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VW Stämme und DAX- keine guten Freunde

Sie sind in der Vergangenheit nie im Gleichschritt gegangen-  die VW Aktie und der Deutsche Leitindex. Der angehängte Chart (mit freundlicher Genehmigung von www. tradesignalonline.com) zeigt es am besten. Die historische Korrelation hab eich zwar nicht abgebildet aber diese schwankt starkund fällt auch mal unter Null. Außerdem wird sie fast nicht höher als 0,65.

Im Chart sehen wir den Kursverlauf der VW Aktie seit 2005. Eigentlich war die Aktie ein ewiger Langeweiler. Seit ich mich für die Börse interessiere, hörte ich, die VW sei eine unentdeckte Perle, unterbewertet etc. Der Dornrößchenschlaf dauerte bis 2007, als der Gesamtmarkt sich bereits den Vorgeschmack der kommenden krise witterte.
Dann stieg die VW langsam aber unaufhaltsam an. Ende Oktober war es bei 1000 € erst einmal Schluss.
Im Moment nähert sich der Aktienkurs der Marke 116 €, die die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends darstellt. Vielleicht also dann einsteigen?
Letzten Endes wird mit dem Kurssturz lediglich die unprofessionell gemachte Porsche Übernahme und der intransparente Einstieg der Qatar Investment Authority bestraft.
Dirk Elsner schreibt darüber im Blick Log

Die Firma verkauft nicht mehr und nicht weniger Autos als noch vor drei Wochen, oder?

VOW_19082009

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EU Daten interessieren den DAX nicht

So eben wurde die EU Inflation bekannt gegeben. -0,7% – unbeirrt in Richtung Deflation. Das scheint aber den deutschen Markt nicht zu beeinflussen. Der bleibt verharrt  in der Wartestellung. Heute Nachmittag kommt nämlich eine ganze Reihe Daten aus den USA- und diese sind für uns wichtig:

14:30 Uhr Verbraucherpreise

15:15 Kapazitätsauslastung und Industrieproduktion

15:55 Uhr  Verbraucherstimmung nach den Uni Michigan.

Dass es danach abwärts geht, warum auch immer, kann ich mir nicht vorstellen. Dafür ist die Unsicherheit zu gering. Die Volatilität fällt und sobald die Kurse anfangen zu bröckeln, steigt die Nachfrage sofort an. Also keine Sorge. Es sei denn…

Das ist natürlich ironisch gemeint, denn die meisten warten, bis die Kurse endlich fallen. Schliesslich haben viele ihre Gewinne bereits mitgenommen…

Mein Signalgeber wartet ebenfalls, wobei mir wie im Signal-Blog geschrieben, der Longeinstieg wahrscheinlicher erscheint.

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Wie geht es weiter in Richtung Deflation

Tatsächlich scheinen sich meine Prognosen zu bestätigen. Statt der so gefürchteten Inflation beobachten wir täglich das Gegenteil. Das den Banken zur Verfügung stehende billige Geld kommt offenbar bei Kunden gar nicht an.  Andauernder Käuferstreik und zurückgehende Preise sind die Folge. Auch der gefürchtete Crash am Anleihenmarkt ist bisher ausgeblieben. Im Gegenteil, je weniger sichere Häfen wie Rohstoffe es noch gibt desto mehr neigen die Investoren zum Kauf der festverzinslichen Papiere.

In tradesignalonline.com (http://www.tradesignalonline.com/Analysis/Analysis.aspx?id=13982) habe ich eine schöne wenn auch knappe Analyse zu diesem Thema gefunden. Diese endet mit dem Satz:

Ökonomen brandmarken die Anzeichen als Vorboten einer großen Depression wie in den 30er Jahren. Wie damals könnten sinkende Preise zu einem Teufelskreis aus Käuferstreik, Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeiten führen.

Zu diesem Szenario passt nahezu perfekt das heutige Sitzungsergebnis der FED ( US-Zentralbank), das ich hier im Wortlaut zitiere.


„Information received since the Federal Open Market Committee met in June suggests that economic activity is leveling out. Conditions in financial markets have improved further in recent weeks. Household spending has continued to show signs of stabilizing but remains constrained by ongoing job losses, sluggish income growth, lower housing wealth, and tight credit. Businesses are still cutting back on fixed investment and staffing but are making progress in bringing inventory stocks into better alignment with sales.

Although economic activity is likely to remain weak for a time, the Committee continues to anticipate that policy actions to stabilize financial markets and institutions, fiscal and monetary stimulus, and market forces will contribute to a gradual resumption of sustainable economic growth in a context of price stability.

The prices of energy and other commodities have risen of late. However, substantial resource slack is likely to dampen cost pressures, and the Committee expects that inflation will remain subdued for some time.

In these circumstances, the Federal Reserve will employ all available tools to promote economic recovery and to preserve price stability. The Committee will maintain the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and continues to anticipate that economic conditions are likely to warrant exceptionally low levels of the federal funds rate for an extended period. As previously announced, to provide support to mortgage lending and housing markets and to improve overall conditions in private credit markets, the Federal Reserve will purchase a total of up to $1.25 trillion of agency mortgage-backed securities and up to $200 billion of agency debt by the end of the year.

In addition, the Federal Reserve is in the process of buying $300 billion of Treasury securities. To promote a smooth transition in markets as these purchases of Treasury securities are completed, the Committee has decided to gradually slow the pace of these transactions and anticipates that the full amount will be purchased by the end of October. The Committee will continue to evaluate the timing and overall amounts of its purchases of securities in light of the evolving economic outlook and conditions in financial markets. The Federal Reserve is monitoring the size and composition of its balance sheet and will make adjustments to its credit and liquidity programs as warranted.

Voting for the FOMC monetary policy action were: Ben S. Bernanke, Chairman; William C. Dudley, Vice Chairman; Elizabeth A. Duke; Charles L. Evans; Donald L. Kohn; Jeffrey M. Lacker; Dennis P. Lockhart; Daniel K. Tarullo; Kevin M. Warsh; and Janet L. Yellen.“

Webseite: www.federalreserve.gov/newsevents/press

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Bodenbildung oder die Ansichten eines Pragmatikers

Um dem ganzheitlichen Anspruch dieser Seite zu genügen, muss ich ja auch die sog. fundamentalen Nachrichten zitieren. Ich selbst bin zwar der Auffassung, dass der Börsenerfolg nicht von den Ncahrichten unmittelbar abzuleiten ist, aber was soll’s. So genau weiss es keiner.

Also hier die Daten der letzten Woche:

Die persönlichen Auslagen sind in den USA im Mai um 0,8 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich von 0,7 %. Im Vormonat waren die persönlichen Auslagen um 0,4 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von 0,2 % nach oben revidiert.

Die persönlichen Einkommen sind in den Vereinigten Staaten im Mai um 1,9 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,4 %. Im Vormonat waren die Einkommen um 0,3 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 0,2 % nach oben revidiert.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum ersten Quartal um 1,0 % gestiegen. Das vorläufige Wachstum wurde somit von 0,9 % nach oben revidiert. Damit war jedoch im Vorfeld bereits gerechnet worden. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,6 % gelegen.

Die persönlichen Ausgaben für den Konsum („Personal Consumption Expenditures“, PCE) sind laut endgültiger Veröffentlichung um 2,3 % gestiegen, revidiert von +2,1 %.

Da haben wir es doch, den Übeltäter. Die Einkommen und der Konsum steigen. Inflation!!! Ganz schlecht für die Märkte. Die Wirtschaft zieht an. Dann ist es doch gut. Nun aber die Kurse fallen. So sucht man nach weiterer Erklärung
Die US-amerikanischen Unternehmensgewinne sind im ersten Quartal 2008 nur noch um 2,5 % gestiegen. Damit wurde der zuletzt vermeldete Anstieg in Höhe von 3,8 % deutlich nach unten revidiert.

Da haben wir es doch. Es geht der Wirtschaft anscheinend nicht so gut.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 384.000 verblieben. Erwartet wurden 370.000 bis 375.000 neue Anträge. Der Wert der Vorwoche ist auf 384.000 revidiert worden von vermeldeten 381.000.

Ist es wirklich Inflation???! Wenn es so wäre, dann müsste die Zentralbank eine Zinserhöhung zumindest andeuten. Nichts davon.

Der Offenmarktausschuss der Fed belässt die Zinsen unverändert bei 2,00 %. Damit war bereits im Vorfeld der Sitzung gerechnet worden.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Juni bei 101,3. Im Vormonat hatte er noch bei 103,5 gestanden. Erwartet wurde er hingegen im Bereich 102,3.

ICh glaube, jetzt haben wir die Lösung unseres Problems- eine Erklärung, warum die Aktienkurse fallen. Es ist die Stagflation- eine Mischung aus shwacher Konjunktur und Inflation.

Dazu kann ich nur sagen, in den letzten jahren tauchte das Stichwort immer wieder auf, wenn sonstige Erklärungsversuche scheiterten. Und immer folgte darauf eine Rallye.

Aber brauchen wir überhaupt eine Erklärung? Ich denke nicht. Mir reicht es, die Preisnotierungen an der Börse zu betrachten und daraus auf die wahrscheinlichste Reaktion der Teilnehmer (Spieler) zu schliessen.

Wo sind wir also im Moment?

Der Bruch der 6567 Marke bedeutet für mich einen kurzfristigen Abwärtstrend in Richtung 6168. Wir befinden uns auf dem besten Weg dorthin. Es ist jedoch gut denkbar, dass der Markt noch vor diesem Niveau umdreht und die Abstiegsflanke korrigiert, also auf 6800 max 6900 steigen wird.

Mein Regelwerk zeigt im Moment gen Süden mit einem sehr knappen Stopp bei 6420.

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Rosige Aussichten für die Wiener Börse

Seit geraumer Zeit beobachte ich die Wiener Börse. Diese scheint sich analog zum vergangenen Jahr überdurchschnittlich zu entwickeln. Bereits 2007 hat der österreichische Markt eine sehr gute Performance geliefert. Man sieht es am besten am leitenden österreichischen Börsenindex ATX.

ATX – Austrian Traded Index

Der ATX, Basiswert der an der Wiener Börse gehandelten Options- und Future-Kontrakte, spiegelt real-time die Kursentwicklung der Blue-Chip der Wiener Börse wider. Die Zusammensetzung des ATX wird regelmäßig im März und September überprüft. Hauptkriterien für die Aufnahme bzw. Streichung sind kapitalisierter Streubesitz und Börseumsatz. Bei der halbjährlichen Anpassung können höchsten drei Aktien aus dem Index gestrichen bzw. in den Index aufgenommen werden. Zur Zeit gehören folgende Unternehmen zum ATX:

ANDRITZ AG
BOEHLER-UDDEHOLM AG
BWIN INT. ENTERT. AG
ERSTE BANK DER OESTERR.
FLUGHAFEN WIEN AG
INTERCELL AG
MAYR-MELNHOF KARTON AG
OESTERR. POST AG
OMV AG
PALFINGER AG
RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG
RHI AG
SCHOELLER-BLECKMANN AG
STRABAG SE
TELEKOM AUSTRIA AG
VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A
VIENNA INSURANCE GROUP
VOESTALPINE AG
WIENERBERGER AG
ZUMTOBEL AG

Dieser Index erreichte im letzten Sommer 5017, sank dann im Januar auf 3442. Im März wurde dieses Tief noch einmal getestet aber nicht mehr unterschritten, was auf eine bullische Marktverfassung bereits hindeutete. Seitdem ist der ATX um 20% gestiegen und steht zur Stunde bei 4353. Zum Vergleich , der DAX legte seit März knappe 10% zu.

Überraschend kommt für mich der kräftige Anstieg des ATX auf jeden Fall. Denn zum Jahresende hat es haupsächlich negative Prognosen für die Wiener Börse in 2008 gegeben.

Charttechnisch unterscheidet sich die Varfassung des ATX nur unwesentlich vom DAX. Der ATX durchläuft zur Zeit eine Korrektur des Abwärtstrends, ähnlich wied er DAX mit dem Unterschied, dass es sich bei DAX um die 50% Korrektur handelt, bei ATX aber um 61,8%. Bei diesem Niveau wird eine kurzfristige Trendwende immer unwahrscheinlicher.

Fazit: Charttechnisch sieht der Wiener Index versprechend aus. Fundamental will ich mich nicht äussern, da dies andere besser können. Es ist aber offensichtlich, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Alpenrepublick stark an Osteuropa gekoppelt ist. Der beeindruckende Aufschwung der letzten Jahre ist zum Teil auf viele osteuropäische Börsengänge und Investoren zurückzuführen.

Ich werde mir demnächst einige Österreicher unter die Luppe nehmen. Leider wird der Index nicht an der Eurex gehandelt, wohl aber einige Basiswerte…

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