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DAX daily – historische Performance

Die Umbauarbeiten und Tests sind noch nicht abgeschlossen, aber ich habe trotzdem die historische Performance neu gerechnet. Und sie ist beeindrückend. Natürlich auch unter sehr realitätsnahen simulierten Bedingungen kann man Abweichungen im reellen Trading nicht ausschließen. Die Grafik unten zeigt die aufsummierten DAX-Punkte seit 18.11.1996 und zwar für beide Trade-Richtungen. Nicht abgezogen sind die Gebühren und Steuern. Es ergibt sich ein Durchschnittsgewinn über 2600 Punkte pro Jahr, was einer jährlichen Rendite von 52% entspricht, wenn man das großzügige Kapitalpolster von 5000 € zugrunde legt, also ca das 10-fache der Margin.

 

DAXdaily_Hist

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Geld verloren durch Stillhaltergeschäfte

Zu diesem Titel kam ich aufgrund immer häufiger Anfragen seitens meiner Leserschaft, die mich fragt, wie man denn überhaupt in diesem Geschäft überleben kann, ohne in kürzester Zeit das gesamte Kapital loszuwerden.

Es liegt auf der Hand, dass Optionsverkäufe extrem riskant sind. Man gewinnt wenig pro Trade und riskiert viel mehr, u.U. sogar unendlich viel, die entsprechende eigene Kaiptalaustattung vorausgesetzt.  Das Geschäft ist auch wenig spektakulär, da schon die Tatsache, dass der Gewinn nie höher sein wird als die eingenommene Prämie, dämpft die Freude erheblich. So gesehen kann es mit dem Intradaytrading gar nicht konkurieren. Oder vielleicht doch?

Ich muss zugeben, dass Optionsgeschäfte für mich bislang die lukrativste Börsenaktivität gewesen ist.  Es mag zum teil an meiner Persönlichkeit liegen. Bestimmte Temperamet- und Charaktereigenschaften unterstützen die Veranlagung. Geduld, Ausdauer und strategisches Denken sind hier einige.

Andererseits bedarf es im Intradaytrading ganz anderer Qualitäten. Ich habe zeitweise wie wahrscheinlich viele der Leser. Intraday CFDs und Optionen getradet. Entweder man startet mit einem Regelwerk, welches historisch gewinnbringend gewesen wäre oder man ist schnell pleite, von der anfänglichen Erfolgsserie abgesehen. Ich schreibe absichtlich „man startet“, denn das Regelwerk wird früher oder später nicht mehr in der alten Form gelten. Diese Eigenart der Börse wird von vielen unterschätzt. Ich finde mit Mühe heraus, dass bestimmte Einstiegs- und Ausstigeskonstallation für DAx funktioniert und glaube der einizige zu sein, der es weiss. Und es tut, Ich mache damit Geld und später rnicht mehr. Dann passe ich es halt an. Ich mache wieder Geld und danach verliere ich es. Und so weiter. Die Klassiker sind hier der sog. Januareffekt oder Maieffelt oder die Jahresendrally. Alles war mal richtig und dann funktioniert  es entweder früher oder später aber nicht mehr in diesen Monaten.

Also das Regelwerk ist ein Ansatz für Intradaytrading. Der andere und hier scheiterte ich kläglich, ist der Spieleransatz. Man kaufe und verkaufe nach einfachen Regeln, z.B. gegen den Trend an den Supports und Resists. Liegt man falsch, dann wird der Einsatz erhöht. Wie beim Roulette. ICh muss zugeben, das kommt mir persönlich am erfolgsversprechendsten vor. In Simulation gewann ich damit viel Geld. .. Aber das Kapital und die Nerven habe ich halt nicht.

Deshalb bleibe ich bei den Optionen, und hoffe, möglichst viele mitzureissen. Verlieren kann ich nicht, wenn die Liquidität am Optionsmarkt steigt, oder?

 

 

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Geld verdienen am Wochenende – nur im Spielkasino

Meine Börsenanfänge liegen inzwischen gute 12 Jahre zurück. Damals schoh habe ich die FAZ gelesen, meist nur samstags so wie jetzt. Der Kunstteil,  Literatur und Wirtschaft hatten damals meine Phantasie geweckt. Ich befand mich noch in meiner sehr strebsamen und unter sogenannten schwierigen Verhältnissen absolvierten Ausbildung  zum Diplomphysiker, Informatiker und  Wirtschaftswissenschaftler. Darüber hinaus interessierte mich alles. Eben auch die Börse. Mit der Naivität eines angehenden Physikers sah ich an der Börse eine fast triviale Möglichkeit, Geld zu verdienen. Und mit der gleichen Naivität glaubte ich an alles, was in der Presse steht. Damals fand man noch im Kommentar des Finanzteils Kaufempfehlungen. So kaufte ich die Daimler Aktie ( ich glaube Daimler Benz hiess sie noch).  Ich rief bei der Sparkasse Bonn und bestellte natürlich zum sogenannten Kassakurs ein paar Stück im Wert von 600 DM. Danach schaute ich regelmäßig in das Schaufenster der Sparkasse, wo abends immer die „aktuellen“ Aktienkurse aufgetragen waren. Einmal kam ich nach Hause und was sehe ich im damals noch neuen ntv – Daimler sei der Gewinner des Tages.  Ich verkaufte sie natürlich gleich am nächsten Tag und verdiente 150 DM. Für den stolzen Betrag kaufte ich mir neue Jeans. Es war vielleicht nicht das zündende Ereignis, welches mich für Börse so begeisterte, aber eine Art Vorgeschichte, eine Art “ The Hobbit“ vor dem „Lord of Rings“.

Später folgten wilde Jahre heisser Spekulation, Tage wo für mich nichts anderes existierte. Ich kaufte alles was irgendwo erwähnt wurde. Am schlimmsten waren die Wochenenden. Als in 3Sat um 22:00 Uhr das Börsenspiel zu Ende war, wurde ich plötzlich traurig. Wie halte ich die zwei Tage aus!!!

Jetzt bin ich aber schlauer geworden. Ja, auch am Sonnabend und Sonntag kann man Geld machen  und zwar im Kasino!

Im Prinzip geht es dort sehr ähnlich zu , wie an der Börse. Vieles hängt vom Glück und des richtigen Moneymanagements ab, etwa 80% der Spieler  verlieren und die Bank gewinnt immer.

So machte ich mich in die altwürdige Bad Homburger Spielbank auf den Weg. Ich kam relativ früh und gehörte zu den ersten . Nur drei Tische waren offen . Ich setzte mich an einen 5 Euro Tisch, das heisst, der Midnesteinsatz ist 5 Euro.  ICh spiele mittlerweile fast immer die Paroli Methode, wie and er Börse. Diese ist relativ simpel. Man erhöht die Einsätze , mit dem für einen laufenden Trend. So auch jetzt. Ich setzte auf rot, gerade und die große Serie (  ab19 aufwärts). Zuerst kam 1 rot, ungerade, kleine Serie. Ich liess auf rot und setzte auf ungerade und kleine Serie.

Dann kamen zwei mal 3, 7, 9 alles rot. ICh schloss die Wette ab. Der Gesamtgewinn ( netto) in den 30 Minuten betrug 34 Jetons also 170 Euro. Nich schlecht, macht gute Laune und ksotet keine Gebühren, von 2,5 Euro Eintritt abgesehen. Ser interessant finde ich das versammelte Publikum- ein breit gestreutes Spektrum zwischen Asiaten, Russischer Mafia und den reichen Rentnern aus Rhein Main. Das Ambiente hat jedenfalls etwas in sich.

Ein schöner Abend!

Und Ihnen auch einen schönen Abend!

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Projekt 1 Mio- eine kluge Entscheidung

Manchmal muss man die potenziellen Stessquellen eliminieren, auch wenn es von vorne eingeplant gewesen ist. So auch in der Vorphase meines Projekts. Die Stillhaltepositionen liefen in diesem Monat ausgesprochen gut und ich hatte bis dato ca. 50 Punkte an Prämien eingenommen. Weitere 150 Punkten waren in den offenen Positionen. Der Plan sah vor, bis zum letzten Tag die Positonen zu halten. Dabei sollte die neue Hedging-Strategie angewandt werden. Nun aber kniff ich. Ja ich wollte keine Spannung an diesem Wochenende. Das Leben bietet genug aufregende Augenblicke :-( .

Ja, ich schloss die Positonen mit ca. 40 Punkten Gewinn ( Pro Straddle). Und ich bin froh darüber, und wie!!!

Der Nachbörsliche DAX bewegt sich im Bereich 7500 und die 6400 sind dann am Montag zum Greifen nahe.

Also der 6400 Put und 7900 Call sind geschlossen. In der nächste Woche können diese Serien auch noch gehandelt werden.

Übrigens wurde ich heute etwas melancholischer… Der Anlass dafür war der kommende Eurex-Varfall. Wieviele Eurex-Verfälle ( „Hexensabbats“) habe ich schon erlebt? Es ist für mich eine Art Zeitmessung geworden. Schon weider ein Monat vorbei. Wie viele Verfälle sind mir noch in dieser Welt gegönnt….?

Ich betreibe Eurex-Geschäfte seit ich es als Privatanleger in Deutschland tun kann. Es macht immer noch Spass. Jedenfalls mehr als im Spielkasino.

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Nur eine Korrektur, noch…

Zunächst zur Lage der Märkte. Heute testete der DAX erneut die Minimalkorrektur unter 6600. Die Maximalkorrektur liegt bei 6420. Bis dahin kann es also runter gehen. Und wenn ich die Entwicklung an der US-Börse sehe, dann kommt mir die Fortsetzung des Abwärtstrends sehr wahrscheinlich vor. Meine gestrige Markteinschätzung bleibt davon unberührt. Bis 6420 sprechen wir immer noch von der Korrektur der ansteigenden Flanke der Kurswelle seit 17.03. Darunter auf Tagesschlussbasis kann es wieder erst bei den Tiefs unter 6200 zum Gleichgewicht der Nachfrage und Angebots kommen.

ICh selbst bin immer noch überzeugt, dass der Anstieg auf 7000 möglich ist. Aber mal schauen.

Mein Indikator steht wieder auf Verkauf mit einem Einstieg bei 6608. Auf der Longseite gab es heute keine Aktivitäten.

Gibt es Gründe für diese schlechte Stimmung? Genau! Hier liegt die Antwort- die Stimmung. Um 16:00 Uhr kamen Zahlen aus den USA und diese sind für die deutsche Volkswirtschaft verhängnissvoll.

Der vorläufige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan für die USA notiert im April bei 63,2. Erwartet wurde er im Bereich 68,0 bis 69,4. Im Vormonat hatte der Index noch bei 69,5 notiert.

Dies Stimmung ist also schlecht, wie dass Wetter, ind en USA oder wo auch immer.

Nächste Woche wird aber wesentlich spannender sein. Nicht zuletzt wegen des Eurex-Verfalls und zahlreicher Konjunkturzahlen aus den USA. Dann zeigt sich, welche Auswirkung diese Kraft haben wird. implizite Volatilität ermittelt aus den DAX Optionen am Geld  ist inzwischen auf ca. 24% angestiegen,w as eher an weiter fallende Kurse gekoppelt sein könnte…

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DAX und Bund – Ausblick 03.04.2008

Seit Montag, dem 30.03 9:30 Uhr steigt der DAX unaufhaltsam und verbesserte sich von 6400 auf über 6800 zur Stunde. Darüber hinaus pendelt der DAX seit gestern 21:30 (Auf FDAX Basis) innerhalb eines Seitwärtsgürtels 6720-6810. Korrektur-Potenziale reichen zur Zeit von 6570-6700. Das Ausmass der Erholung liegt noch innerhalb meiner Erwartungen, s. meine Beiträge von letzter Woche. Ein Anstieg über 6900 bedeutet einen Angriff auf die 7100 Marke, die für mich auch den Maximalkurs am 18.04.08 ist. Dies heisst natürlich nicht, dass sie nicht überschritten werden kann. Ich schätze aber aufgrund der hiostorischen Daten, einen Zuwachs auf unter 7100 als viel wahrscheinlicher ein. Deshalb habe ich meine Calls in diesem Bereich verkauft. Nach unten kann man im Moment nicht so präzise den Schlussstand am 18.04 taxieren, hier dürfte aber im Extremfall die 6200 kaum mehr unterschritten werden.
Für eine Trendwende im DAX spricht bestenfalls das Korrekturpotenzial beim Bund.
Hier wird mit 114,8 das maximale Niveau der Fibonacci Korrektur erreicht. Danach dürfte es wieder aufwärts gehen, was auch fallende Aktiennotierungen zur Folge haben wird.

Allen schlechten nachrichten zum Trotz, wollen die Aktienkurse nicht fallen. Horrornachrichten bei UBS werden von vielen zum Anlass genommen, um günstig einzusteigen. Diese Tendenz kann sich natürlich ganauso lange fortsetzen, wie eine Reihe einfacher Chancen im Roulette. Dort habe ich auch schon 20 Mal in Folge ein Rot bzw. Schwarz gesehen. …

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Die Schwankungen und die Börse

Vor einiger Zeit las ich ein interessantes wenn auch teures Buch von Pierre Basieux „Die Zähmung der Schwankungen“. Der Autor ist nicht nur in der Spielerszene wohl bekannt. Er gehört zu den wenigen erfolgreichen Berufsspielern, die es begriffen haben, die negative Erwartung im Spielcassino zu überlisten. In der Tat hat Dr. Basieux die wissenschaftliche und praktische Roulette-Forschung revolutioniert.

Wird man nach der Lektüre des Buches reich? Wohl kaum. Die präsentierte Methode zur Erhöhung der Gewinnerwartung ist meiner Meinung nach zumindest sehr schwer umzusetzen. Außerdem bin ich kein Gambler. Oder vielleicht doch? Ist der Börsenhandel wirklich prinzipiell anders? Eine Anregung lieferte das Buch trotzdem. Und die ist im Titel versteckt.

Schwankungen sind der Schlüssel zum Erfolg an der Börse. Zu dieser Erkenntnis kommt jeder Trader irgendwann. Warum verbringen die meisten von ihnen Monate gar Jahre bei der Suche nach dem geeigneten Einstieg. Dabei kommt es auf ihn kaum an. Die Kursentwicklung ist in erster Näherung ein stochastischer Prozess.  Eine Größe spielt hier die essentielle Rolle- die Volatilität. Sie definiert die Standardabweichung vom Mittelwert auf Basis der historischen Kurse. Im Prinzip sollte sie bei jedem Trade beachtet werden. Sie korreliert mit den Schwankungen, die rein zufällig stattfinden, hat also nichts mit einem übergeordneten Trend zu tun.

Das Bewusstsein dieser Schwankungen und ihre „Zähmung“ entscheidet letzten Endes über den Erfolg in den Märkten.

Angenommen ich kaufe den DAX-Future beim heutigen Kurs 7800.  Die implizite Vola liegt bei 14%, was ca. 1% pro Tag entspricht. Im Klartext bedeutet es, dass der DAX-Future Kurs mit über 70% Wahrscheinlichkeit um ca. 80 Punkte um den Einstiegswert schwanken kann, ohne, dass es einen Grund gibt, die Position zu schliessen. Mein Stopp-Loss also der Ausstiegswert darf nicht höher als 80 Punkte unter dem Einstieg liegen.

80 DAX Future Punkte sind aber 2000 Euro!!!. Es ist doch kein einfaches Geschäft für unterkapitalisierte Schlucker…..

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Paroli

Ich beschäftige mich gerne mit Glücksspiel. Nicht, um schnell reich zu werden, nein das wird mir wohl an der Börse belingen. ;-)

Ich finde viele Analogien zwischen Glückspiel und Börse, sowie zwischen Börse und sonstigen Vorgängen in der Welt. Ich will an dieser Stelle nicht die komplizierten Ansätze der nobelpreisgekrönten Spieltheorie beschwätzen. Aber es gibt meiner Ansicht nach bewährte Modelle, die in allen drei Gebieten erfolgreich sein können.

Schauen wir uns das Roulette an. Man kann in diesem Spiel grundsätzlich nur verlieren, wenn man ununterbrochen unendlich lange spielen würde. Dann liegt der erwartete Gewinn bei -2,8%.

Kurzfristig, das heisst in endlich langen Zeiträumen ist alles möglich. Ich spiele meist einfache Chancen. Wozu neigt jeder wenn er einmal eine einfache Chance verliert? Natürlich zum erneuten Spiel auf dieselbe Chance mit höherem Einsatz. Nach zwei drei Wiederholungen kommt die erwartete Chance und dann beendet man die Wette mit einem Jeton Gewinn.

Jeder der Roulette spielt , weiss warum es nicht funktionieren kann. Irgendwann erwischt man eine 12- er Serie usw.

Eine Lösung scheint das Paroli-Spiel. Hier läßt man den Gewinn ein- bis drei Mal liegen. Es macht Sinn, denn wenn man mit der vorher beschriebenen Methode nur verlieren kann, muss es doch möglich sein, mit der Paroli in der Gewinnzone zu landen.

So habe ich mit Excel einen Tool gebastelt, mit dem ich die Permanenzen aus diversen deutschen Spielbanken auswertete und benutzte dabei ein eigenes System.

Und tatsächlich in den meisten Fällen kommt man fast immer während eines Spieltages in die Gewinnzone.  Ich habe es auch selbts in diversen Cassinos ausprobiert. Es funktioniert auch, wobei man beachten muss, dass dies sehr viel Zeit beansprucht. Man muss ja schon mehrere Stunden in der Spielbank bleiben und ständig mehrere einfache Chancen spielen.

Infos zu meinem System und den Erfahrungen erteile ich auf direkte Anfrage.

Und hier der Wikipedia -Ausschnitt zu Paroli-Spiel.

Paroli als Spielsystem [Bearbeiten]

Im Gegensatz zum Martingale-Spieler, der seinen Einsatz nach einem Verlust steigert, versucht ein Paroli-Spieler z. B. beim Roulette dadurch zu gewinnen, dass er seinen Einsatz nach einem Gewinn steigert.

Der Spieler setzt sich vor Beginn des Spiels ein Gewinnziel, z. B. den Gewinn eines Dreifachen Paroli (Quinze et le va) und startet seinen Angriff auf die Spielbank mit einem Einsatz von einer Einheit (Stück).

Gewinnt er, so lässt er Einsatz und Gewinn stehen (Erstes Paroli), gewinnt er nochmals, so lässt er den ursprünglichen Einsatz mitsamt den bisherigen Gewinnen stehen (Zweites Paroli) und sollte er noch zwei Mal gewinnen, so ist das Ziel erreicht.

Verliert er aber einen Coup, bevor das Ziel erreicht ist, so beginnt er einen neuen Angriff mit einer Einheit.

Das Paroli-Spiel gilt allgemein als weniger gefährlich als das Martingale-Spiel, da der Paroli-Spieler die Einsätze nicht mit seinem Geld, sondern mit dem Geld der Bank zu steigern scheint. Diese Ansicht vieler Spieler ist jedoch falsch: Sobald ein Spieler seinen Einsatz mit früheren Gewinnen erneut riskiert, setzt er natürlich ausschließlich eigenes (!) Geld, und keineswegs das der Spielbank – schließlich könnte er ja den Einsatz samt allen früheren Gewinnen genausogut an sich nehmen und den Tisch verlassen, was er – wäre es das Geld der Spielbank – natürlich nicht dürfte.

Als Paroli-Spieler benötigt man jedenfalls starke Nerven. Dostojewskij beschreibt in seinem Roman Der Spieler eine solche Szene:

„Unser General trat würdevoll und gewichtig an den Tisch. [...] Sehr langsam zog er seinen Geldbeutel hervor, sehr langsam entnahm er ihm dreihundert Franken in Gold, setzte auf Schwarz und gewann. Er nahm den Gewinn nicht an sich, sondern ließ ihn stehen. Schwarz gewann wieder; er nahm das Geld auch jetzt nicht, und als beim drittenmal Rot an die Reihe kam, verlor er mit einem Schlag zwölfhundert Franken. Er ging lächelnd weg und bestand die Probe. Ich bin überzeugt, dass sich sein Herz zusammenkrampfte; wäre der Einsatz doppelt oder dreimal so hoch gewesen, hätte er die Haltung wohl nicht bewahrt, sondern Erregung gezeigt.“

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