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Deflation – wir verdienen immer weniger

Um von dem aufregenden Thema DAX-Signale abzulenken, hier eine kleine Auflockerung. Sie soll auch dazu motivieren, nach anderen Geldbeschaffungsmaßnahmen zu suchen…

Seltsamerweise spricht jetzt keiner darüber , aber wir sind mitten drin in der Deflation. Trotz der inflationären Schwarzmalerei, fallen die Preise, Zinsen und Löhne.  Und das trotz haussierender Aktienmärkte. Vor ein paar Tagen habe ich über meine eigene Erklärung veröffentlicht. Ich glaubte, die fallenden bzw. stagnierenden Rohstoffpreise seien der Grund für die Umschichtung in Zinspapiere. Langsam fange ich an, daran zu zweifeln, da die Rohstoffpreise weiter steigen. Warum fallen die Zinsen? Offensichtlich steigen die Großinvestoren immer noch nicht in Aktienmärkte ein. Für diese These sprechen auch die eingebrochenen Wartpapierumsätze an deutschen Börsen ( s. meinArtikel gestern).

Zum Schluss die Entwicklung der Einkommen in EU. Wir sind offenbar ganz unten…

 

 

Land Durchschnitt1990-1995

Durchschnitt1995-2000

Durchschnitt2000-2005

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008*

2009*

2010*

Belgien

2,4

0,9

0,5

-1,4

1,3

2,5

0,1

-0,7

-0,8

0,5

0,9

-1,0

1,7

0,6

Deutschland

3,1

1,5

0,3

2,0

0,5

0,7

1,0

0,1

-1,0

0,2

-0,4

-0,2

0,5

0,2

Finnland

0,4

0,8

2,2

-0,6

2,1

-0,3

3,2

2,6

3,2

1,3

1,1

2,1

2,3

2,2

Frankreich

1,2

1,3

1,2

-0,1

0,3

2,1

0,9

1,5

1,3

1,2

0,5

0,1

1,0

0,6

Griechenland

-1,5

2,3

2,9

-1,5

1,0

8,6

1,7

1,8

1,4

-2,5

5,8

3,2

2,4

-0,2

Irland

1,9

1,7

2,6

3,1

3,1

-0,1

1,8

3,7

4,7

2,3

3,0

2,4

-2,6

-2,7

Italien

-0,3

0,0

0,6

-1,0

0,5

-0,1

0,9

0,7

0,9

0,0

-0,1

0,0

1,4

-0,3

Luxemburg

1,3

0,7

1,0

1,3

1,5

2,5

-1,0

1,3

0,9

0,9

2,2

-3,3

1,6

-0,4

Niederlande

0,8

1,0

1,4

1,2

0,9

2,1

1,8

2,5

-0,4

0,5

1,6

1,4

2,2

1,3

Österreich

2,1

0,6

0,3

-0,3

-0,2

1,2

0,3

-0,3

0,3

1,1

-0,1

0,3

2,4

0,3

Portugal

2,8

3,0

0,7

2,9

0,6

0,5

0,5

0,1

1,9

-1,0

0,5

0,5

-0,4

0,6

Spanien

1,5

-0,1

0,2

-0,8

0,1

0,5

0,5

-0,5

0,2

0,5

0,5

1,4

3,2

1,0

Eurozone (12)

1,4

0,7

0,5

0,3

0,3

0,8

0,7

0,4

0,1

0,3

0,4

0,4

1,4

0,3

Malta

.

3,3

1,3

4,3

2,8

1,3

3,7

-0,9

-0,4

0,7

0,0

0,7

1,9

0,9

Slowakei

.

4,3

3,0

4,7

0,2

5,7

1,5

1,0

6,9

2,6

6,0

4,2

2,5

2,5

Slowenien

.

2,6

3,0

2,8

3,9

1,0

2,5

4,7

3,0

3,0

2,1

2,0

1,6

1,1

Zypern

.

2,3

1,3

2,3

1,4

2,3

3,5

0,2

-0,8

0,7

-0,7

-0,7

3,9

2,0

Eurozone (16)

.

0,8

0,5

0,4

0,4

0,9

0,7

0,5

0,1

0,3

0,4

0,4

1,4

0,3

Bulgarien

.

-4,2

3,2

-13,8

8,4

1,7

4,8

0,5

0,7

1,6

10,5

7,4

3,4

1,2

Dänemark

1,2

1,8

2,1

0,8

1,8

2,0

2,4

2,1

2,1

1,7

1,3

1,5

2,1

1,1

Estland

.

6,8

7,3

12,2

3,1

5,8

11,4

9,0

7,3

9,5

17,3

4,1

0,0

-4,1

Großbritannien

0,6

2,5

2,3

4,5

3,1

1,7

2,9

2,5

1,2

2,1

1,2

1,4

-0,1

0,3

Lettland

.

4,7

6,5

3,5

1,2

1,6

8,2

6,7

15,2

16,6

22,3

0,9

-10,8

-2,0

Litauen

.

7,6

8,1

1,0

4,6

5,1

9,9

11,2

9,7

12,1

10,6

4,3

-12,9

-7,8

Polen

.

4,7

0,9

0,8

6,1

-1,0

1,3

-1,2

-0,6

0,6

1,3

3,7

0,8

0,2

Rumänien

.

5,3

9,4

23,1

14,2

2,4

10,5

0,8

20,3

7,2

16,7

12,0

2,2

3,4

Schweden

-0,2

3,5

1,9

6,2

2,0

1,2

1,4

3,1

1,9

1,1

3,9

-1,2

0,8

1,1

Tschechien

.

3,2

5,1

3,3

4,1

6,4

9,0

2,3

3,9

4,7

3,4

0,8

2,1

1,8

Ungarn

.

0,3

6,1

5,7

6,3

9,1

5,6

6,3

3,2

1,1

-0,3

2,1

-3,2

2,2

EU (15)

1,2

1,1

0,9

1,2

1,0

1,0

1,2

0,9

0,4

0,7

0,6

0,5

1,1

0,3

EU (27)

.

1,4

1,1

1,5

1,5

1,3

1,4

0,6

0,5

0,4

0,6

0,4

1,1

0,3

Kroatien

.

.

2,7

0,4

-2,8

7,8

-4,8

12,4

2,0

0,8

2,2

3,0

0,5

1,3

Türkei

-3,2

6,4

1,4

-6,4

-4,1

-0,5

3,7

5,1

3,1

2,6

5,6

-4,9

-6,6

-2,8

Schweiz

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Norwegen

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

USA

0,8

2,5

1,4

3,1

0,3

2,1

2,3

1,6

0,6

1,2

1,1

0,0

4,0

0,4

Japan

1,3

0,2

0,0

1,5

0,6

-0,1

-0,5

-0,6

0,7

0,8

-0,2

0,1

0,6

1,0

1

Bruttoverdienste je Arbeitnehmer; preisbereinigt mit dem Deflator des Privaten Konsums

*

Prognose und vorläufige Werte

Quelle: EU-Kommission, OECD, WIIW

Aktualisierung:

Mai 2009

Eingetragen unter:Gesellschaft, Managergehälter, Marktnachrichten, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

Bodenbildung oder die Ansichten eines Pragmatikers

Um dem ganzheitlichen Anspruch dieser Seite zu genügen, muss ich ja auch die sog. fundamentalen Nachrichten zitieren. Ich selbst bin zwar der Auffassung, dass der Börsenerfolg nicht von den Ncahrichten unmittelbar abzuleiten ist, aber was soll’s. So genau weiss es keiner.

Also hier die Daten der letzten Woche:

Die persönlichen Auslagen sind in den USA im Mai um 0,8 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich von 0,7 %. Im Vormonat waren die persönlichen Auslagen um 0,4 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von 0,2 % nach oben revidiert.

Die persönlichen Einkommen sind in den Vereinigten Staaten im Mai um 1,9 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,4 %. Im Vormonat waren die Einkommen um 0,3 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 0,2 % nach oben revidiert.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum ersten Quartal um 1,0 % gestiegen. Das vorläufige Wachstum wurde somit von 0,9 % nach oben revidiert. Damit war jedoch im Vorfeld bereits gerechnet worden. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,6 % gelegen.

Die persönlichen Ausgaben für den Konsum („Personal Consumption Expenditures“, PCE) sind laut endgültiger Veröffentlichung um 2,3 % gestiegen, revidiert von +2,1 %.

Da haben wir es doch, den Übeltäter. Die Einkommen und der Konsum steigen. Inflation!!! Ganz schlecht für die Märkte. Die Wirtschaft zieht an. Dann ist es doch gut. Nun aber die Kurse fallen. So sucht man nach weiterer Erklärung
Die US-amerikanischen Unternehmensgewinne sind im ersten Quartal 2008 nur noch um 2,5 % gestiegen. Damit wurde der zuletzt vermeldete Anstieg in Höhe von 3,8 % deutlich nach unten revidiert.

Da haben wir es doch. Es geht der Wirtschaft anscheinend nicht so gut.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 384.000 verblieben. Erwartet wurden 370.000 bis 375.000 neue Anträge. Der Wert der Vorwoche ist auf 384.000 revidiert worden von vermeldeten 381.000.

Ist es wirklich Inflation???! Wenn es so wäre, dann müsste die Zentralbank eine Zinserhöhung zumindest andeuten. Nichts davon.

Der Offenmarktausschuss der Fed belässt die Zinsen unverändert bei 2,00 %. Damit war bereits im Vorfeld der Sitzung gerechnet worden.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Juni bei 101,3. Im Vormonat hatte er noch bei 103,5 gestanden. Erwartet wurde er hingegen im Bereich 102,3.

ICh glaube, jetzt haben wir die Lösung unseres Problems- eine Erklärung, warum die Aktienkurse fallen. Es ist die Stagflation- eine Mischung aus shwacher Konjunktur und Inflation.

Dazu kann ich nur sagen, in den letzten jahren tauchte das Stichwort immer wieder auf, wenn sonstige Erklärungsversuche scheiterten. Und immer folgte darauf eine Rallye.

Aber brauchen wir überhaupt eine Erklärung? Ich denke nicht. Mir reicht es, die Preisnotierungen an der Börse zu betrachten und daraus auf die wahrscheinlichste Reaktion der Teilnehmer (Spieler) zu schliessen.

Wo sind wir also im Moment?

Der Bruch der 6567 Marke bedeutet für mich einen kurzfristigen Abwärtstrend in Richtung 6168. Wir befinden uns auf dem besten Weg dorthin. Es ist jedoch gut denkbar, dass der Markt noch vor diesem Niveau umdreht und die Abstiegsflanke korrigiert, also auf 6800 max 6900 steigen wird.

Mein Regelwerk zeigt im Moment gen Süden mit einem sehr knappen Stopp bei 6420.

Eingetragen unter:Aktien, Analysen, Börse small talk, Börsencommunity, CFD, Charts, DAX, Elliotwellen, Eurex, Europa- Markt, Finanzmathematik, Gesellschaft, Intraday Trading, Marktnachrichten, Technische Analyse, US-Markt, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein, Wochenzusammenfassung

Crash – der Sommer wird heiss

Wie viele Male klagte ich über gähnende Langeweile im deutschen Markt?! Es schien so, als ob alle entweder nicht handeln wollen oder es zwar möchten aber sich noch unschlüssig sind, ob nun verkaufen oder kaufen.

Nun könnte dieser Zustand der Geschichte gehören. Es kommt etwas Spannung in das Börsengeschehen hinein. Innerhalb einer Woche stieg der VDAX- der Volatilitätsindex von 20 auf knappe 24% also um fast 20%!

Wo befindet sich der DAX -Kurs in seinem langfristigen Verlauf?

Wie bereits geschrieben liegt bei 6567 die sog. Normalkorrektur im Fibonacci Sinne. Seit seinem Sturz am 17.03 stieg der DAX bis zum 19.05. Danach erfolgten die üblichen Gewinnmitnahmen, die den vorausgegangenen Anstieg „korrigieren“. In der Regel beträgt die Korrektur 38,2%, 50% oder 61,8% der vorausgegangenen Anstiegsflanke. Ein Rückgang unter 6567 bedeutet die Unterschreitung der Maximalkorrektur und ist ein warnender Hinweis auf eine erhöhte Abgabebereitschaft im Markt. Darüber hinaus hätte dieses Ereignis eine weitere Signalwirkung. Bis auf 6200 gibt es keine Kursniveaus, welche von den Spieler als Unterstützungen erkannt würden. Also 6200 wäre die nächste Marke und darunter? Das wäre mir fast schon zu langfristig. Eine potenzielle Unterstützung liegt bei 5900 und darunter erst bei 5300. Damit wäre aber mein am Ende des letzten Jahres festgelegte Ziel von 5100 fast schon erreicht.

Kommt es soweit? Wohl kaum. Einen Test der 6200-Marke kann ich mir aber gut vorstellen. Den wieder auflebenden Crash Propheten glaube ich nicht.

Dass wir uns seit November 2007 in einer Baisse befinden , habe ich nicht gezweifelt ( s. meine zahlreichen Beiträge damals). Der oben erwähnte Anstieg vom März bis Mai war lediglich eine Normalkorrektur des Absturzes zwischen Januar und März. Also so gesehen hat sich nichts geändert. Aus technischer Sicht zumindest.

Fundamental bleiben die Gründe für mich im Verborgenen. Zwar kann man über die wachsende US-Arbeitslosigkeit, Inflation oder zurückgehende Industrieproduktion ( Zahlen von dieser Woche) klagen, aber so schlimm ist der Zustand der Wirtschaft doch nicht. Und schon gar nicht der der deutschen. Nein, das einizige Argument, welches mich persönlich überzeugt, ist ein langsamer aber stetiger Abschied der Großinvestoren von Aktien, welcher schon längst begonnen haben könnte. Steigende Zinsen werden niemals Nährboden für Risikomärkte.

Für mich als potenziellen Häuslerbauer ist natürlich der Zusatnd des Bund Futures wichtig. Schliesslich bestimmt er indirekt die Hypothekenzinsen. Und diese sind in jüngster Vergangenheit kräftig gestiegen :-) ). Nun aber steig der Bund allmählich oder zumindest fällt es nicht. Die Bodenbildung bei 110 könnte tatsächlich der Beginn einer längeren Phase mit fallenden Aktienmärkten , steigenden Anleihenpreisen und …. daraufhin fallenden Zinsen! :-) Alles also halb so wild.

Mein DAX-Handelssystem ist heute morgen mit einem Verlust aus der Longposition ausgestiegen. Eine Shortposition wurde beim gestrigen Tief 6662 eröffnet.

Es freut mich auch als Stillhalter, dass die Optionspreise so steigen. Ich verkaufe gerne.

Eingetragen unter:Aktien, Aktienanleihen, Analysen, Bund Future, Börse small talk, Charts, DAX, Eurex, Gesellschaft, US-Markt, Wirtschaft - allgemein, Wochenzusammenfassung

Bund und DAX am 07.05.2008 und warum ich es tue

Der heutige Tag brachte zuerst keine Klarheit. Der DAX erreichte fast die von mir „prophezeite“ Normalkorrektur bei 7157. Fast , denn ab 7100 ging es wider bergab. Und der zur Stunde fallende US-amerikanische Markt läßt eher einen durchwachsenen Handelsstart morgen früh erwarten. Ich versuche immer wieder mit einfachen Mitteln und in Bildern den Markt zu beschreiben. Warum tue ich es? Ein erfahrener Börsianer wird schnell feststellen, dass bei mir „wichtige“ wirtschaftliche Nachrichten nur am Rande vorkommen und auch der klassischen Charttechnik räume ich nur  relativ wenig Platz ein. Eher nutze ich je nach Bedarf das eine oder andere Mittel und Modell, welches zum Erfolg führen könnte.

Märkte sind kompliziert und was noch wichtiger ist, kaum verstanden. Modelle die das Verhalten sozusagen richtig simulieren würden, gibt es zwar viele, sie alle sind aber nur bedingt tauglich.

Ich verfolge einen anderen Ansatz mit meinem Blog. Ich will zeigen, dass auch ohne das etablierte Wissen Geld an der Börse zu machen ist. Entscheidend ist, dass jeder für sich ein Trading-Modell zusammenstellt, welches seinen Erwartungen, Risikobereitschaft, Kapitalausstattung und dem Zeithorizont entspricht. Und weil eben die Parameter bei einzelnen Menschen sehr verschieden sind, ist grundsätzlich Geld in risikobehafteten Märkten zu verdienen. Bewiesen habe ich diese These allerdings noch nicht.

Deshalb versuche ich es empirisch.

Zurück zum DAX und Co.

Der heutige kräftige Anstieg war größtenteils durch gute Konjunkturzahlen aus den USA ausgelöst. Um 14:30 Uhr kamen Lohnstückkosten und Arbeitsproduktivität. Die ereste Zahl war kleiner als erwartet und die zweite größer. Woohhh!  Es gibt nichts besseres für den deutschen Markt!

Anyway, der DAX stieg über den höchsten Kurs seit 21. Januar und blieb über 7000, was meiner Ansicht nach, nichts bedeutet. ICh schaue mir vor allem die Preiswellen an. Demnach steht spätestens ab 7150 vielleicht aber schon jetzt eine Korrektur bis ca 6620-6720 an. Und wenn danach es wieder steigt und zwar auf über 7300. ..   Tja, dann sind die Hochs vom letzten Jahr auch noch drin. Nach unten steht die korrektive Begrenzung  bei 6500, bevor der Weg auf Januartiefs frei wird.

Für eine weitere Korrektur spricht der antikorrelierte Bund Future. Hier wurde vor ein paar Tagen die Maximalkorrektur eines sekundären Abwärtstrends bei 113 erreicht und der Bund steuert nun auf eine Korrektur dieser Korrektur bei 115 zu.

Mein Indikator ruhte heute. Es wurden jedenfalls keine Signale generiert.

Fazit: DAX usicher, eher fallend. Strategisches Bild jedoch deutlich aufgehellt.

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Handelssignale und Einschätzung am 5. Mai

Mein System hat einen weiteren CFD Kontrakt gekauft. Somit bin ich mit drei CFDs und einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 7001 long im Markt. Der Stopp steht bei 6985. Es ist sehr wahrscheinlich, dass morgen eine Korrektur einsetzt und der DAX dann unter 7000 fällt. Mein Stopp wird ausgelöst und ich verliere sogar 48 DAX-Punkte.  Ich versuche dennoch, meinem statistischen Ansatz zu folgen.

Der Verfall der Eurex-Optionen  auf DAX findet am übernächsten Freitag, den 16.05 statt. Bis dato dürfte die Volatilität steigen. Viele weltbewegende Termine erwarten wir nicht , außer den „sehr wichtigen“ wie Arbeitsmarktdaten aus den USA. Anzahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA  im ersten Qartal usw.

Aber auch das Sitzungsergebnis der EZB am Donnerstag könnte Impulse liefern. Zunehmend interessanter finde ich die Unternehmensnachrichten frü das erste Quartal, denn diese könnten immer mehr Informationen über die  mittelfristigen Auswirkungen der Sub Prime Krise liefern. Letzten Endes aber schaue ich mir die Charts an und dort sehe ich weiterhin den Aufwärtstrend, zuerst in Richtung 7150.

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Rosige Aussichten für die Wiener Börse

Seit geraumer Zeit beobachte ich die Wiener Börse. Diese scheint sich analog zum vergangenen Jahr überdurchschnittlich zu entwickeln. Bereits 2007 hat der österreichische Markt eine sehr gute Performance geliefert. Man sieht es am besten am leitenden österreichischen Börsenindex ATX.

ATX – Austrian Traded Index

Der ATX, Basiswert der an der Wiener Börse gehandelten Options- und Future-Kontrakte, spiegelt real-time die Kursentwicklung der Blue-Chip der Wiener Börse wider. Die Zusammensetzung des ATX wird regelmäßig im März und September überprüft. Hauptkriterien für die Aufnahme bzw. Streichung sind kapitalisierter Streubesitz und Börseumsatz. Bei der halbjährlichen Anpassung können höchsten drei Aktien aus dem Index gestrichen bzw. in den Index aufgenommen werden. Zur Zeit gehören folgende Unternehmen zum ATX:

ANDRITZ AG
BOEHLER-UDDEHOLM AG
BWIN INT. ENTERT. AG
ERSTE BANK DER OESTERR.
FLUGHAFEN WIEN AG
INTERCELL AG
MAYR-MELNHOF KARTON AG
OESTERR. POST AG
OMV AG
PALFINGER AG
RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG
RHI AG
SCHOELLER-BLECKMANN AG
STRABAG SE
TELEKOM AUSTRIA AG
VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A
VIENNA INSURANCE GROUP
VOESTALPINE AG
WIENERBERGER AG
ZUMTOBEL AG

Dieser Index erreichte im letzten Sommer 5017, sank dann im Januar auf 3442. Im März wurde dieses Tief noch einmal getestet aber nicht mehr unterschritten, was auf eine bullische Marktverfassung bereits hindeutete. Seitdem ist der ATX um 20% gestiegen und steht zur Stunde bei 4353. Zum Vergleich , der DAX legte seit März knappe 10% zu.

Überraschend kommt für mich der kräftige Anstieg des ATX auf jeden Fall. Denn zum Jahresende hat es haupsächlich negative Prognosen für die Wiener Börse in 2008 gegeben.

Charttechnisch unterscheidet sich die Varfassung des ATX nur unwesentlich vom DAX. Der ATX durchläuft zur Zeit eine Korrektur des Abwärtstrends, ähnlich wied er DAX mit dem Unterschied, dass es sich bei DAX um die 50% Korrektur handelt, bei ATX aber um 61,8%. Bei diesem Niveau wird eine kurzfristige Trendwende immer unwahrscheinlicher.

Fazit: Charttechnisch sieht der Wiener Index versprechend aus. Fundamental will ich mich nicht äussern, da dies andere besser können. Es ist aber offensichtlich, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Alpenrepublick stark an Osteuropa gekoppelt ist. Der beeindruckende Aufschwung der letzten Jahre ist zum Teil auf viele osteuropäische Börsengänge und Investoren zurückzuführen.

Ich werde mir demnächst einige Österreicher unter die Luppe nehmen. Leider wird der Index nicht an der Eurex gehandelt, wohl aber einige Basiswerte…

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Sinn und Zweck der Börsencommunities

Ein ungutes Gefühl habe ich ja immer, wenn ich deutsche und englische Worte durcheinander mische und eine Wortschöpfung entsteht, welche nur die Eingeweihten verstehen, der Rest der Leserschaft aber gleich abhängt.

Nun für Börsencommunities fällt mir keine geeignetere Bezeichnung ein.

Mit gemischten Gefühlen betrachte ich die neue Communities Welle im Internet. Der Nachteil  eines fast 40-jährigen Alters ist die Fülle an Erfahrungen, die grundsätzlich immer zur anfänglichen Skepsis, Ablehnung bzw. Erstarrung beim Entscheidungszwang führen. „Alles schon gewesen“. „Alter Wein in neuen Schläuchen“. Andererseits kommt bei mir wie schon seit Jahren die Begeisterung für neue Ideen, Lösungen und Technologien. Die Anzahl der Communities im deutschsprachigen Raum wächst stetig.  Mittlerweile werden sie sogar ersteigert wie brokr.de. Etablierte Häuser wie Onvista bieten eigene Communties an ( www.tradingbird.de). 

Um was geht es bei dieser wiedergeborenen Börsenspielerei? Ist es die vielbeschworene Vereinigung der Web 2.0 Idee mit Finanzen? Von wegen. Daran kann ich nur schwer glauben. Wenn es so wäre, dann haben wir es mit eine Art Oktoberrevolution 2.0 zu tun. Der Grudngedanke von Web 2.00 sind nach meinem laienhaften Verständnis  die Transparenz und freier Austausch von Informationen. Ist dies auch bei Finanzen möglich? Werden Menschen offen darüber reden, was sie mit ihrem Geld tun?  Oder bleibt es bei Empfehlungen,  Tipps, Analysen, Recherchen und (nicht)Insiderwissen? Wenn es so ist, dann was haben wir alle  davon? Musterdepots gab es schon 1996. Und Börsenspiele mit transparenten Portfolien sogar früher. OK, heutzutage sind die technologischen Möglichkeiten breiter. Man kann die Performance besser überwachen und auch ewarte ich , dass die Analysen, von Laien erstellt, authentischer sind. Oft erfährt man etwas , was nur ein Gerücht ist, was aber die Märkte durchaus bewegen kann. Sofort wissen es viele andere Spieler.

Ein richtiger Durchbruch, eine Revolution hätten wir dann, wenn Menschen auch ihre tatsächliche finanziellen Aktivitäten aufzeigen. Also wenn ein „Aktienjäger “ bei der Community XXX eine Aktie YY empfiehlt, und ich weiss, dass er sie seit 2 Monaten im Depot hat, und heute 100 Stück dazukaufte. Dann glaube ich auch an die Ernsthaftigkeit seine Ausführungen zu dieser Aktie.

Werden es aber die Teilnehmer diverse Foren/Communities irgendwann tun?  Wohl kaum. Ein Blick bei www.tradingbird.de  reicht, um die wahren Intentionen der Teilnehmer aufzuspüren. Was sehen wir dort unter Top Kauf und Verkauf:

DAX- Long und Short Zertifikate

- Google

- Citigroup

- Phoenix

alsi alles was auch woanderes gehandelt wird.

Zwei Schlussfolgerungen drängen sich dann:

1. Auf sachliche Analysen kommt es gar nicht so richtig aan, sondern auf schnellen Gewinn mit Hebelprodukten ( Zertifikate) bzw. mit spekulativen Aktien. Analysen bei vielen Topprodukten sind gar nicht vorhanden. Es ist auch nicht schlimm. Man kann doch damit zeigen, wie gut man (intraday) traden kann. Es sei gegönnt. Es gibt auch gute Analysen, ohne Frage. Außerdem man erfährt vieles so nebenbei.

2. Zweite Folgerung ist die offensichtliche Tatsache, dass hier über Scheintrading berichtet wird. Es macht doch verdammt viel aus, einen Optionsschein mit Hebel 50 mit eigenem Geld oder nur auf Papier zu handeln. Wie gesagt ein wahrer Durchbruch gelänge uns, wenn wir wirklich wüssten, was die Leute selbst kaufen. Eine solche Transparenz würde die heutige Charttechnik völlig auf den Kopf stellen.

Wir hätten dann statt einfach nur den Kurs und Tagesvolumen zu erfahren, folgende Infos zur Verfügung: Die Aktie XXX wurde heute von 10.000 Teilnehmer gekauft und wieder verkauft. 200 haben diese Aktie über nacht gehalten. und 1000 verkauften ihre alten Bestände, die sie im Schnitt 2 Monate gahalten hatten. Die meisten Aufträge kamen von Kleininvestoren (Auftragsvolumen unter 50.000). Großinvestoren waren nur aus dem englischsprachigen Raum aktiv.

So eine Informationsfülle stellt ganz andere Herausforderungen an die Spieler, die sie zu interpretieren versuchen. Es wäre für mich ein Traum!!!

Leider sind wir noch Welten davon entfernt. Vor allem aber zweifle ich stark an, dass die Spieler( Börsianer) mitmachen würden. Geld sei schliesslich etwas Heiliges und Privates.

 Letzten Endes aber , wer weiss wohin diese Entwicklung uns führen wird. In fünf Jahren ist man schlauer.  Es gibt bereits jetzt sehr professionell gemachte Seiten wie sharewise.com, die sich einen hohen Anspruch stellen und ihre Schwerpunkte klar definieren. Ich denke deshalb trotz allem, dass hier noch viel Musik drin ist.

 

 

Eingetragen unter:Börse small talk, Finanzen, Börsen, Trading, Gesellschaft, Research ,

Arme und Reiche in den USA – Du Bist was Du ausgibst

Einen interessanten Artikel habe ich in einem englischsprachigen Blog gefunden, in dem zwei FED Ökonomisten  zitiert werden.

http://krusekronicle.typepad.com/kruse_kronicle/2008/02/you-are-what-yo.html

Zusammenfassend wird dort belegt, dass die oberen 20% der Bevölkerung lediglich 2.1 mehr  Einnahmen als die untern 20% erzielen. Die Begründung liegt zum einen im Konsum, welcher beim Einkommensvergleich gar nicht berücksichtigt wird. Des Weiteren sind Haushalte der einkommensschwachen kleiner als die der besserverdienenden. Deshalb bleibt da pro Person nicht allzu viel hängen…

Zuerst dachte ich mir – typisch USA- mehr ausgeben als verdienen. Aber wenn ich an meinen Bekanntenkreis denke, dann stelle ich fest, so weit sind wir hier in Deutschland auch nicht von ähnlichen Verhältnissen. Ich habe viele Freude und Bekannte, die defninitiv weniger verdienen, die aber in großen Häusern wohnen, teure Autos fahren und oft exklusive Reisen unternehmen. Viele von Ihnen sind Singles, was natürlich das Einkommen pro Person „erhöht“. Zum Teil haben die schon lange gearbeitet, als ich ins Berufsleben einstieg. Viele erbten Immobilien, ich dagegen musste mir sowohl das Studium als auch mein Domizil selbst erarbeiten (Selbstmitlied). Hinzukommt die Tatsache, dass die Arbeitsplätze für die besserverdienenden oft in überteuerten Regionen des Landes liegen ( Frankfurt, München). Ein guter Freund von mir kaufte im Sauerland ein Haus für einen Preis, welcher im Taunus nicht mal für ein Grundstück ausreichen würde… Der Unterschied ist, dass er als Arbeiter halt nur in die nächst gelegene Fabrik gehen musste…

Also etwas ist daran, wenn auch nicht zu 100% übertragbar.

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