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Elliottwellen , DAX und was meinte Robert Prechter

Die FAZ zitiert immer wieder den „Anlagestrategen“ Robert Prechter. Über Bob können Sie zu Genüge googeln. Er ist eine der prominentesten Elliott-waves Analytiker. Seine markttechnischen Analysen waren offenbar oft sehr präzise. Nun schreibt Herr Prechter in der Samstagsausgabe der FAZ über das Ende der Bärenmarkt-Rally hier.

Seine Meinung und Einschätzung weichen kaum von meinen ab. Er beruft sich dabei auf die „Wellenbewegung“ der Märkte. Gemeint sind die drei Impulswellen und zwei Korrekturwellen, die man in jeder übergeordneter Bewegung im Markt findet- Elliottwellen.

Ich habe mir daraufhin noch einmal den DAX genauer angeschaut.  Bob schreibt zwar über den S&P 500, aber wir wissen, de DAX folgt dem US-Markt Schritt auf  Schritt.

Die erste Impulswelle begann im Juli 2007 und dauerte bis März 2008. In dieser Zeit sank der DAX von 8165 auf 6200. Danach erfolgte eine Erholung auf 7177, was etwas über 50% der vorausgegangenen Abwärtsbewegung entspricht. Das war die zweite Welle- Korrektur der Impulswelle.

Danach begann die stärkste Abwärtswelle. Zwischen Mai 2008 und März 2009 sank der DAX von 7177 auf 3500. Jetzt wird die Rechnung einfach. Die dritte Welle war also  3600 Punkte lang. Eine 50% -Erholung würde bei 5420 enden. Und da sind wir auch im Moment.

Deshalb kann sich der Markt nicht so richtig entscheiden.

S. Chart  (mit freundlicher Unterstützung von www.tradesignalonline.com.)

DAX-Elliot

Und so schreibt der Bob Prechter.

Ich denke, diese Rally wird noch im Monat August ihren Höhepunkt erreichen. Danach werden die Märkte die übergeordnete Abwärtsbewegung wieder aufnehmen und sogar unter die Kurstiefs des März fallen.

Wir können gespannt sein.

Übrigens in dem gleichen Artikel schreibt der Analyst, dass er beim Rohöl  Kurse unter 10$ erwartet. Auch hier denkt er ähnlich wir ich- ich rechne mit einer Baisse auf  dem Markt für Rohstoffe. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.


Eingetragen unter:Analysen, Börse small talk, Charts, DAX, Elliott Wellen, Marktnachrichten, Prognosen, Research, Rohstoffe, Technische Analyse

KGH Polska Miedz- die polnische Perle

Etwas zu spät schreibe ich diesen Bericht. Deshalb zu spät, weil das Ex-Div Datum schon vorüber ist und die Dividende 14% des Aktienpreises betrug. Die Aktie fiel zwar am ex-divi Tag um 10 %  und erholte sich dann um so schneller.

Generell zeigt der Chart nach oben und ich warte auf eine Nachkaufgelegenheit. Ausnahmsweise achte ich bei dieser Aktie auf die „fundamentale“ Substanz bei meinen Investment Entscheidungen.

Ich meine die  KGH (WKN 907946) – den bekannten polnischen Kupferproduzenten. Die Firma existiert seit 45 Jahren und ist teilweise noch in staatlicher Hand. Auf der folgenden englischsprachigen Internetseite stellt sich das Unternehmen vor.

http://www.kghm.pl/index.dhtml?category_id=173

Die Aktie wird in Warschau, London aber auch in Deutschland als GDR gehandelt.  In Frankfurt finden täglich Umsätze statt.

Den aktuellen Kurs aus der Warschauer Börse finden Sie unter

http://gielda.wp.pl/POD,12,a,1,b,4,c,0,typ,gpw,porownania.html?P%5Bsp_nazwa%5D=KGHM&P%5Bid%5D=PLKGHM000017

Aus deutschen Börsenplätzen hier die Kurse:

http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sSym=KGH.FSE&reason=tradable&more=KGH&ad=&koop=&bRedirected=1&sTerm=KGH

Eingetragen unter:Aktien, Analysen, Marktnachrichten, Polen, Research, Rohstoffe

Bund und Öl und warum steigen jetzt die Zinsen nicht?

Was mir nach ein paar Tagen Pause als Erstes beim Blick auf die Märkte auffiel, war der unveränderte Bund Future. Ja, er ist sogar etwas gestiegen.

Normalerweise ist die Korrelation des Aktienmarktes mit dem dem Rentenmarkt negativ. Das heisst, steigt der Bund, fällt der DAX und ungekehrt. Es hängt vor allem mit der Umschichtung beider Assetsklassen zusammen. Warum also steigen seit 27.07 beide Märkte?

1. Erste mögliche Erklärung könnte die bevorstehende Korrektur an den Aktienmärkten sein. Beim Blick auf historische Charts fällt einem auf, dass die vorübergehende  Übereinstimmung der Trendrichtung für Anleihen und Aktien meist abrupt endet. In unserem Falle kann ich mir gut vorstellen, dass die Trendwende beim Bund am 27.07 eine Trendwende des DAX auf sich ziehen wird. Die Investoren haben bereits angefangen, die Assests umzuschichten- raus aus Aktien rein in Anleihen.

2. Zweite Erklärung ist die erste aus  fundamentaler Sicht. Wir beobachten seit Tagen eine Korrektur in den Rohstoffmärkten. Nehmen wir das Rohöl- hier versucht der Markt seit Wochen das Hoch vom Junianfang zu überschreiten, bis jetzt aber ohne Erfolg.  Rohstoffe bleiben zwar stabil, steigen aber nicht so wie von vielen „Inflationsflüchtlingen“ erwünscht. Infolgedessen wird das Geld auf Anleihen umgeschichtet. Und somit sind wir  japanischen deflationiären Verhältnissen gelandet, wie ich es schon vor Monaten erwartet habe.

Darüber schreibt auch der Chefredakteur Jürgen Koch in der neusten Ausgabe der „Märkte und Zertifikate“ von RBS:

„Mehr und mehr Analysten warnen, dass die Preise für Aktien und Rohstoffe als Zeichen einer verschärften deflationären Krise wieder fallen könnten. Staatsanleihen gelten dann wieder als sicherer Zufluchtsort.“

Ist also die kommende kräftige Korrektur im Aktienmarkt so gut wie sicher?  Auch wenn es so aussieht, kommt as an der Börse meist anders.

Unten der Öl- und Bund Chart sowie ihre historische Korrelation  (mit freudlicher Genehmigung von www.tradesignalonline.com )

Bund_Oil

Eingetragen unter:Aktien, Analysen, Anleihen, Bund Future, Charts, Rohstoffe, Technische Analyse, Wirtschaft - allgemein

Der nächste Millionär?

Irgendwie ist der wachsende Optimismus beunruhigend. Offenbar nicht nur ich komme auf die Idee, dass man in den Finanzmärkten über 100% locker herausschlagen kann.

Hier finden Sie ein weiteres Blog, in dem über ein Musterdepot berichtet wird, welches das ehrgeizige Ziel  verfolgt, innerhalb eines Jahres mit den bereits stark gestiegenen Rohstoffen den Einsatz zu verdoppeln. Ich wünsche dem Autor viel Erfolg. Aber seien wir uns ehrlich, wenn die Verdopplung des Einsatzes einfach so funktionieren würde, dann kommt man nach 20 Jahren der, gebe ich zu, sehr intensiven Arbeit, zu etwa 1.000.000.000 € Gewinn, oder? 

Eingetragen unter:Börse small talk, Million, Projekte, Rohstoffe

Doppelpeak bei Rohstoffen


Ein großer Warentrader bin ich bislang nie gewesen. Ich halte den Warenterminmarkt für zu riskant für einen nicht Insti, da es schlicht oft zu illiquide ist. dennoch lasse ich mich oft durch spekulative Trends mitreissen und springe auf die Rohstoffwelle. Meist mit guten Erfahrungen. Ich handelte Goldminen, die jedoch kein geeignetes Instrument sind, um vom steigenden Goldpreis zu profitieren. Ich wechselte zu reinen Rohstoffinstrumenten. Hier würde ich bei Jim Rogers fündig. Der von ihm erfundene Index RICIX bildet einen Rohstoffkorb ab. Man partizipert also nur an der Preisentwicklung und hängt nicht z.B. von der Unternehmenslage ab. Dadaurch kann der Wert des Zerti nicht auf Null fallen, um Gegensatz zu Aktienkörbern.

Ich habe dem dem Zertifikat ABN4MN sehr gute Erfahrungen gemacht. Zwar meist zu teuer gekauft , in die Gewinnzone kam ich trotzdem.

Zufällig schaute ich wieder zum ersten Mal seit Wochen auf die Performance meines Depots und fand das Zerti wieder mit einer beachtenswerten Entwicklung . Bei der Betrachtung des Charts fiel mir aber ein ausgeprägter Doppelpeak auf, welcher dem Preisverhalten der Rohstoffe entspricht. Eine so signifikante Chartformation habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Sind am (vorläufigen ) Ende der Rohstoff-Story angelangt?

Eingetragen unter:Analysen, Charts, Rohstoffe, Wirtschaft - allgemein

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