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Börse Trading Wirtschaft Infotainment

Termin in der Woche vom 21. Sep. 2009

Datenkalender

 

Land Zeit Daten DB Prognose Konsens Tatsächlicher

Wert

Letzter Wert

Montag, 21. September

– — – — – –

Dienstag, 22. September

CH

08:15 Handelsbilanz (Aug) CHF 2,21 Mrd.

IT

10:00 Arbeitslosenrate (Q2) 7,7% 7,3%

SP

14:00 Handelsbilanz (Jul) EUR -3,2 Mrd.

Mittwoch, 23. September

FR

08:50 INSEE Geschäftsklimaindex (Sep) 81,0 78,0

09:00 PMI Industrie, 1. Schätzung (Sep) 51,5 50,8

PMI Dienstleistungen, 1. Schätzung (Sep) 49,3

08:45 Verbraucherausgaben (Jul) -0,5% 1,4%

DE

09:30 PMI Industrie, 1. Schätzung (Sep) 51,0 51,0 49,2

09:30 PMI Dienstleistungen, 1. Schätzung (Sep) 54,5 54,0 53,8

EWU

PMI Dienstleistungen, 1. Schätzung (Sep) 52,0 50,6 49,9

11:00 Auftragseingänge (Jul) 2,0% 3,1%

10:00 PMI Industrie, 1. Schätzung (Sep) 50,0 49,8 48,2

BE

15:00 BNB Geschäftsklimaindex (Sep) -18,2

Donnerstag, 24. September

JP

01:50 Handelsbilanz (Aug) JPY 170,0 Mrd. JPY 380,2 Mrd.

IT

10:00 Handelsbilanz (Jul) EUR -0,63 Mrd.

DE

10:00 IFO-Index (Sep) 92,0 90,5

USA

16:00 Verkauf bestehender Häuser (Aug) Mio 5,3 Mio 5,3 Mio 5,24

14:30 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (KW 38)

Freitag, 25. September

DE

08:00 Importpreise (Aug) -0,9%

FR

08:50 BIP (Q2) -1,2%

08:40 Verbrauchervertrauen (Sep) -37,0 -39,0

SP

09:00 Erzeugerpreise (Aug) -0,2%

EWU

- gleit. 3M-Durchschn. (Aug) (3,4%)

PMI Einzelhandel (Sep) 47,1

10:00 M3 Geldmenge (Aug) (2,6%) (2,7%) (3,0%)

IT

10:00 Einzelhandelsumsätze (Jul) -0,4% (-0,8%)

USA

- ohne Transportgüter (Aug) 0,5% 0,8%

16:00 Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Sep) 71,0 70,2 65,7

Verkauf neuer Häuser (Aug) 440,000 450,000 433,000

14:30 Verkauf langlebiger Güter (Aug) 2,0% 1,1% 5,1%

Sonstige Finanzmarkttermine

Datum Land Ereignis

23. September Norwegen Geldpolitische Sitzung der Norges Bank

23. September USA Geldpolitische Sitzung der Federal Reserve

24. September Island Geldpolitische Sitzung der Sedlabanki

Eingetragen unter:Marktnachrichten, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein, Wirtschaftskalender

VW Stämme und DAX- keine guten Freunde

Sie sind in der Vergangenheit nie im Gleichschritt gegangen-  die VW Aktie und der Deutsche Leitindex. Der angehängte Chart (mit freundlicher Genehmigung von www. tradesignalonline.com) zeigt es am besten. Die historische Korrelation hab eich zwar nicht abgebildet aber diese schwankt starkund fällt auch mal unter Null. Außerdem wird sie fast nicht höher als 0,65.

Im Chart sehen wir den Kursverlauf der VW Aktie seit 2005. Eigentlich war die Aktie ein ewiger Langeweiler. Seit ich mich für die Börse interessiere, hörte ich, die VW sei eine unentdeckte Perle, unterbewertet etc. Der Dornrößchenschlaf dauerte bis 2007, als der Gesamtmarkt sich bereits den Vorgeschmack der kommenden krise witterte.
Dann stieg die VW langsam aber unaufhaltsam an. Ende Oktober war es bei 1000 € erst einmal Schluss.
Im Moment nähert sich der Aktienkurs der Marke 116 €, die die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends darstellt. Vielleicht also dann einsteigen?
Letzten Endes wird mit dem Kurssturz lediglich die unprofessionell gemachte Porsche Übernahme und der intransparente Einstieg der Qatar Investment Authority bestraft.
Dirk Elsner schreibt darüber im Blick Log

Die Firma verkauft nicht mehr und nicht weniger Autos als noch vor drei Wochen, oder?

VOW_19082009

Eingetragen unter:Aktien, Analysen, Blog, DAX, Europa- Markt, Marktnachrichten, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

Deflation – wir verdienen immer weniger

Um von dem aufregenden Thema DAX-Signale abzulenken, hier eine kleine Auflockerung. Sie soll auch dazu motivieren, nach anderen Geldbeschaffungsmaßnahmen zu suchen…

Seltsamerweise spricht jetzt keiner darüber , aber wir sind mitten drin in der Deflation. Trotz der inflationären Schwarzmalerei, fallen die Preise, Zinsen und Löhne.  Und das trotz haussierender Aktienmärkte. Vor ein paar Tagen habe ich über meine eigene Erklärung veröffentlicht. Ich glaubte, die fallenden bzw. stagnierenden Rohstoffpreise seien der Grund für die Umschichtung in Zinspapiere. Langsam fange ich an, daran zu zweifeln, da die Rohstoffpreise weiter steigen. Warum fallen die Zinsen? Offensichtlich steigen die Großinvestoren immer noch nicht in Aktienmärkte ein. Für diese These sprechen auch die eingebrochenen Wartpapierumsätze an deutschen Börsen ( s. meinArtikel gestern).

Zum Schluss die Entwicklung der Einkommen in EU. Wir sind offenbar ganz unten…

 

 

Land Durchschnitt1990-1995

Durchschnitt1995-2000

Durchschnitt2000-2005

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008*

2009*

2010*

Belgien

2,4

0,9

0,5

-1,4

1,3

2,5

0,1

-0,7

-0,8

0,5

0,9

-1,0

1,7

0,6

Deutschland

3,1

1,5

0,3

2,0

0,5

0,7

1,0

0,1

-1,0

0,2

-0,4

-0,2

0,5

0,2

Finnland

0,4

0,8

2,2

-0,6

2,1

-0,3

3,2

2,6

3,2

1,3

1,1

2,1

2,3

2,2

Frankreich

1,2

1,3

1,2

-0,1

0,3

2,1

0,9

1,5

1,3

1,2

0,5

0,1

1,0

0,6

Griechenland

-1,5

2,3

2,9

-1,5

1,0

8,6

1,7

1,8

1,4

-2,5

5,8

3,2

2,4

-0,2

Irland

1,9

1,7

2,6

3,1

3,1

-0,1

1,8

3,7

4,7

2,3

3,0

2,4

-2,6

-2,7

Italien

-0,3

0,0

0,6

-1,0

0,5

-0,1

0,9

0,7

0,9

0,0

-0,1

0,0

1,4

-0,3

Luxemburg

1,3

0,7

1,0

1,3

1,5

2,5

-1,0

1,3

0,9

0,9

2,2

-3,3

1,6

-0,4

Niederlande

0,8

1,0

1,4

1,2

0,9

2,1

1,8

2,5

-0,4

0,5

1,6

1,4

2,2

1,3

Österreich

2,1

0,6

0,3

-0,3

-0,2

1,2

0,3

-0,3

0,3

1,1

-0,1

0,3

2,4

0,3

Portugal

2,8

3,0

0,7

2,9

0,6

0,5

0,5

0,1

1,9

-1,0

0,5

0,5

-0,4

0,6

Spanien

1,5

-0,1

0,2

-0,8

0,1

0,5

0,5

-0,5

0,2

0,5

0,5

1,4

3,2

1,0

Eurozone (12)

1,4

0,7

0,5

0,3

0,3

0,8

0,7

0,4

0,1

0,3

0,4

0,4

1,4

0,3

Malta

.

3,3

1,3

4,3

2,8

1,3

3,7

-0,9

-0,4

0,7

0,0

0,7

1,9

0,9

Slowakei

.

4,3

3,0

4,7

0,2

5,7

1,5

1,0

6,9

2,6

6,0

4,2

2,5

2,5

Slowenien

.

2,6

3,0

2,8

3,9

1,0

2,5

4,7

3,0

3,0

2,1

2,0

1,6

1,1

Zypern

.

2,3

1,3

2,3

1,4

2,3

3,5

0,2

-0,8

0,7

-0,7

-0,7

3,9

2,0

Eurozone (16)

.

0,8

0,5

0,4

0,4

0,9

0,7

0,5

0,1

0,3

0,4

0,4

1,4

0,3

Bulgarien

.

-4,2

3,2

-13,8

8,4

1,7

4,8

0,5

0,7

1,6

10,5

7,4

3,4

1,2

Dänemark

1,2

1,8

2,1

0,8

1,8

2,0

2,4

2,1

2,1

1,7

1,3

1,5

2,1

1,1

Estland

.

6,8

7,3

12,2

3,1

5,8

11,4

9,0

7,3

9,5

17,3

4,1

0,0

-4,1

Großbritannien

0,6

2,5

2,3

4,5

3,1

1,7

2,9

2,5

1,2

2,1

1,2

1,4

-0,1

0,3

Lettland

.

4,7

6,5

3,5

1,2

1,6

8,2

6,7

15,2

16,6

22,3

0,9

-10,8

-2,0

Litauen

.

7,6

8,1

1,0

4,6

5,1

9,9

11,2

9,7

12,1

10,6

4,3

-12,9

-7,8

Polen

.

4,7

0,9

0,8

6,1

-1,0

1,3

-1,2

-0,6

0,6

1,3

3,7

0,8

0,2

Rumänien

.

5,3

9,4

23,1

14,2

2,4

10,5

0,8

20,3

7,2

16,7

12,0

2,2

3,4

Schweden

-0,2

3,5

1,9

6,2

2,0

1,2

1,4

3,1

1,9

1,1

3,9

-1,2

0,8

1,1

Tschechien

.

3,2

5,1

3,3

4,1

6,4

9,0

2,3

3,9

4,7

3,4

0,8

2,1

1,8

Ungarn

.

0,3

6,1

5,7

6,3

9,1

5,6

6,3

3,2

1,1

-0,3

2,1

-3,2

2,2

EU (15)

1,2

1,1

0,9

1,2

1,0

1,0

1,2

0,9

0,4

0,7

0,6

0,5

1,1

0,3

EU (27)

.

1,4

1,1

1,5

1,5

1,3

1,4

0,6

0,5

0,4

0,6

0,4

1,1

0,3

Kroatien

.

.

2,7

0,4

-2,8

7,8

-4,8

12,4

2,0

0,8

2,2

3,0

0,5

1,3

Türkei

-3,2

6,4

1,4

-6,4

-4,1

-0,5

3,7

5,1

3,1

2,6

5,6

-4,9

-6,6

-2,8

Schweiz

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Norwegen

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

USA

0,8

2,5

1,4

3,1

0,3

2,1

2,3

1,6

0,6

1,2

1,1

0,0

4,0

0,4

Japan

1,3

0,2

0,0

1,5

0,6

-0,1

-0,5

-0,6

0,7

0,8

-0,2

0,1

0,6

1,0

1

Bruttoverdienste je Arbeitnehmer; preisbereinigt mit dem Deflator des Privaten Konsums

*

Prognose und vorläufige Werte

Quelle: EU-Kommission, OECD, WIIW

Aktualisierung:

Mai 2009

Eingetragen unter:Gesellschaft, Managergehälter, Marktnachrichten, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

Kaufpanik und das Kursziel 5870

Die Zeit der Höchststände hat begonnen. Heute heisst es, der höchste Stand seit 2008. Wenn es in diesem Tempo weiter aufwärts geht, ich meine mit derselben Steigung, dann sind wir am 14.09 bei 6500 und Ende Oktober bei 8100.

Die Zeit der fairen Risikobewertung, (erwarteter)  Bankenpleiten und Gewinnaussichten der Unternehmen sind vorbei. Jetzt zählt nur noch , dabei zu sein, den Zug nicht zu verpassen und nicht schlechter als der bereits „investierte“ Kollege von nebenan sein.

Zur Sache, der DAX hat seine Fibonacci-Minimalkorrektur überschritten und befindet sich auf dem Weg zu der Normalkorrektur bei 5870. Wie ist das zu verstehen- unverändert- der Markt  befindet sich nach wie vor in einem langfristigen Abwärtstrend, welcher allerdings stark in die Gegenrichtuing korrigiert wird. Erst ab 6411 kann von vom neuen langristigen Aufwärtstrend reden.

Was hat diese Euphorie ausgelöst? Es gab heute zu viele „gute“ bzw. gut interpretierte Nachrichten. Es war der US ISM- Index, der deutsche Einkaufsmanagerindex, der EU- Einkaufsmanagerindex. All die Stimmungsindikatoren waren besser als erwartet ausgefallen. Wen interessiert das schon der gesunkene Einzelhandelsumsatz, der wiederum gefallen war und den Marsch der deutschen Volkswirtschaft in Richtung Deflation bestätigte?

Gut, es gab positive Nachrichten aus dem Bankensektor. Zu Barclays hiess es

-Trotz höherer Risikovorsorge und Abschreibungen hat die britische Bank Barclays im ersten Halbjahr ihren Gewinn um 10% steigern können. Getragen wurde diese Entwicklung ebenso wie bei den großen Wettbewerbern vom Investmentbanking. Die Erwartungen der Analysten konnte die Barclays plc, die bisher ohne staatliche Unterstützung durch die Finanzkrise gekommen ist, allerdings nicht erfüllen.

Diese grandiose Nachrichte sorge für eine Hausse der Bankaktien.

Eine Nachricht beunruhigt mich dennoch. Die Umsätze auf Xetra sind im Juli stark gefallen.

FRANKFURT (Dow Jones)–Die Umsatzflaute im elektronischen Handel und auf dem dem Parkett der Börse Frankfurt hat sich auch im Juli fortgesetzt. Im vergangenen Monat wurden laut Orderbuchstatistik 90,4 Mrd EUR umgesetzt worden – ein Rückgang von 55%, wie die Deutsche Börse AG am Montag mitteilte. Von der Summe entfielen 84,1 Mrd EUR auf das elektronische Handelssystem Xetra, das damit einen Rückgang um 56% verzeichnete.

Auf Xetra wurden im Juli 13,7 Mio Transaktionen getätigt, ein Rückgang von 30% gegenüber dem Vorjahresmonat. An allen Wertpapierbörsen in Deutschland wurden im Juli laut Orderbuchstatistik insgesamt 103,8 Mrd EUR umgesetzt – ein Rückgang von 52%.

Bereits in den Vormonaten hatte der Frankfurter Börsenbetreiber über deutliche Umsatzrückgänge berichten müssen. So waren im Juni auf Xetra 50% weniger umgesetzt worden, die Zahl der Transaktuionen war um 17% gefallen.

Webseite: http://deutsche-boerse.com
Steht die Hausse auf sehr wackligen Beinen?


Eingetragen unter:Aktien, Analysen, Marktnachrichten, Prognosen, Research, US-Markt, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

Wie eine Analystin für die Euphorie heute am 13.07.09 sorgte

Der heutige Anstieg um über 3% im deutchen Leitindex war zwar angesichts der schlechten Stimmung der letzten Tage nicht ganz überraschend. Charttechnisch befindet sich bei 4557 eine Unterstützung- ein Kursniveau bei dem viele Börsianer aus Mangel an schlechten Nachrichten kaufen würden. So ist es auch eingetreten. Das Ausmass der heutigen Rally war nicht ungewöhnlich. Zuletzt stieg der DAX so stark am 18.05, vorher am 2.04 usw.

Hat es sog. fundamentale Gründe gegeben? Ja, die Banken wieder einmal. Die Erwartung hoher Gewinne im zweiten Quartal scheint sich bei den Börsianern festgesetzt zu haben. Da kann nichts mehr überraschen. Trotzdem diese Woche berichten Citigroup, J.P.Morgan und Goldman Sachs, bei den Tech-Werten legen IBM, Intel und Google Ergebnisse vor.
Geht es dann am Ende der Woche doch wieder bergab?

Studie der Analystin beflügelt Finanzwerte.
„Meredith Whitney erhöhte die Einstufung für Goldman Sachs auf „Buy“ und sieht einen Gewinn im zweiten Quartal, der mehr als 1 USD über dem sonstigen Analystenkonsens liegt. „ ( Dow Jones)

Wie auch immer, ich habe in den letzten Tagen mehrmals geschrieben, dass ich bislang keinen Grund für den weiteren Kursrückgang erkennen kann. In keinem Blog habe ich auch nicht einmal Spekulationen über die Gründe für einen möglichen weiteren Rückgang an den Börsen gefunden.
Das hiess für mich, die meisten werden wohl auf die Charts schauen und den positiven Unternehmenszahlen lauschen.
Mein Signalgeber steht auf Long Kauf bei 4644 Stopp-Loss 4498. Ich weiss, die Infos kommen zu spät. Aber – siehe gestern- der Börsenbrief kommt! :-)

In der Onlineausgabe des „Handelsblatt“ fand ich ein informatives Interview mit Fredmund Malik
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/der-kapitalismus-ist-gescheitert;2431526

Seine Einschätzung überlappt zum Teil mit meiner.
Wir wiederholen genau jene Fehler, die die Japaner in den 90er-Jahren gemacht haben. Dort hat man seitdem etwa 15 große Pakete verabschiedet, um die Konjunktur anzukurbeln. Sie haben alle nichts genutzt. Das Geld kam in der Realwirtschaft nicht an. Und das zeigt sich jetzt auch. Höchstens fünf Prozent der beinahe 1 000 Mrd. Dollar, die die Amerikaner in Konjunkturpakete investieren, kommen in der Wirtschaft an; in Deutschland ist es weniger als ein Prozent.

Ich spreche schon lange von kommenden japansichen Verhältnissen. Das Gerede von der aufkommenden Hyperinflation habe ich nicht verstanden. Dafür müssen doch die Gehälter steigen und die Preise ebenso. Aber in meinem Umfeld wird gespart bis zum Erbrechen.
Demonstrativ habe ich meine Eigentumswohnung deshalb verkauft und jetzt schaue ich mich nach einem anderen Domizil und freue mich, dass mein Geld jeden Tag mehr wert ist.

Seine Erwartung zur Entwicklung an der Börse gleicht ebenfalls ansatzweise meiner.
Wer jetzt Entwarnung gibt, hat anscheinend nicht die Krise der 30er-Jahre studiert. Die aktuelle Erholung an der Börse ähnelt der von 1930, als auf den Crash im Oktober 1929 eine sensationelle Rally bis hinein in den April folgte. Zu diesem Zeitpunkt gaben alle Auguren der damaligen Zeit Entwarnung. Man glaubte auch an die Wirksamkeit der Fed-Maßnahmen. Dabei begann das Debakel erst. Am Ende stand der Dow Jones im Jahr 1932 bei 40 Punkten. Der gegenwärtige Bullenmarkt hat seinen Ursprung im Jahr 1982. Damals stand der Dow Jones bei 1 000 Punkten. Das ist auch die Fallhöhe, mit der wir rechnen müssen.

Na dann viel Spass Shorties!

Eingetragen unter:Finanzen, Börsen, Trading, US-Markt, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

Was uns nächste Woche erwartet 12.07.2009

Nun scheint der Grund für den Crash ausgemacht. Ich verstehe jedenfalls mehr und mehr, warum die globalen Märkte fallen. Im Handelsblatt schreibt man von den gefürchteten Kreditausfällen http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/us-boersen-zittern-vor-kreditausfaellen;2431412.

Trotz bommenden Investmentgeschäfts bei vielen Banken fürchten gerade Anbieter von Kreditkarten, dass es zu größeren Ausfällen kommen kann. Und bei uns? Vielleicht durch Zufall habe ich in den letzten Wochen von einigen Privatinsolvenzen und von einem notleidenden Kredit eines offensichtlich gut verdienenden Geschäftsführers gehört. Und ansonsten sind wir offenbar in der Krise angekommen. In meinem unmittelbaren Arbeitsumfeld fliegt niemand mit der Familie in den Urlaub.

Im weiteren Artikel geht man auf die beginnende Berichtssaison ein.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/dax-ausblick-unternehmen-geben-takt-vor;2431253;2

Das Enttäuschungspotenzial bei den Unternehmensnachrichten ist groß.

In der Financial Times Deutschland
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:B%F6rsenausblick-Fehlende-Prognosen-belasten-die-M%E4rkte/538766.html

sieht man es offenbar ähnlich, man ist also völlig verunsichert.

Nein, ich sehe immer noch nicht, warum es weiter fallen sollte. Die Zahlen von Intel, IBM, und anderen werden keine Überraschungen mit sich bringen.
Wird der Trend also wieder umdrehen.? Wohl kaum wegen der gefürchteten Kredirtausfälle, die da seien wir uns ehrlich, bis jetzt weitgehende ausgeblieben sind.

Hier die Konjunkturnachrichten der kommende Woche

Dienstag

11:00 EU Industrieproduktion Mai
11:00 DE ZEW Konjunkturerwartung Juli
11:15 – EU EZB Zuteilung Haupt-Refi-Tender
13:45 – US ICSC-UBS Index (Woche)
14:30 US Erzeugerpreisindex Juni
14:30 US Einzelhandelsumsatz Juni
14:30 – CA Bauinvestitionen 2. Quartal
14:30 – CA Neuwagenverkäufe Mai
14:55 – US Redbook (Woche)
15:00 – EU EZB Wochenausweis Fremdwährungsreserven
16:00 US Lagerbestände Mai

Mittwoch

08:00 DE Beschäftigte verarb. Gewerbe Mai
11:00 EU Inflation Juni
13:00 US MBA Hypothekenanträge (Woche)
14:30 US Verbraucherpreise Juni
14:30 US NY Empire State Index Juli
14:30 US Realeinkommen Juni
14:30 CA Industriebericht Mai
15:15 US Industrieproduktion Juni
15:15 US Kapazitätsauslastung Juni
16:30 US EIA Ölmarktbericht (Woche)
00:00 US FOMC Sitzungsprotokoll

Donnerstag

10:00 EU EZB Vierteljährliche Leistungsbilanz Eurozone
14:30 US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
15:00 US Internationale Kapitalströme Mai
15:00 US RBC CASH Index Juli
16:00 US Philadelphia Fed Index Juli

Freitag

14:30 US Wohnbaubeginne Juni
14:30 US Wohnbaugenehmigungen Juni

17:30 – DE Verfall Aktien-Optionen (Eurex)

Eingetragen unter:Börse small talk, Marktnachrichten, US-Markt, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein, Wochenzusammenfassung

Bodenbildung oder die Ansichten eines Pragmatikers

Um dem ganzheitlichen Anspruch dieser Seite zu genügen, muss ich ja auch die sog. fundamentalen Nachrichten zitieren. Ich selbst bin zwar der Auffassung, dass der Börsenerfolg nicht von den Ncahrichten unmittelbar abzuleiten ist, aber was soll’s. So genau weiss es keiner.

Also hier die Daten der letzten Woche:

Die persönlichen Auslagen sind in den USA im Mai um 0,8 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich von 0,7 %. Im Vormonat waren die persönlichen Auslagen um 0,4 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von 0,2 % nach oben revidiert.

Die persönlichen Einkommen sind in den Vereinigten Staaten im Mai um 1,9 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,4 %. Im Vormonat waren die Einkommen um 0,3 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 0,2 % nach oben revidiert.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der endgültigen Fassung zum ersten Quartal um 1,0 % gestiegen. Das vorläufige Wachstum wurde somit von 0,9 % nach oben revidiert. Damit war jedoch im Vorfeld bereits gerechnet worden. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,6 % gelegen.

Die persönlichen Ausgaben für den Konsum („Personal Consumption Expenditures“, PCE) sind laut endgültiger Veröffentlichung um 2,3 % gestiegen, revidiert von +2,1 %.

Da haben wir es doch, den Übeltäter. Die Einkommen und der Konsum steigen. Inflation!!! Ganz schlecht für die Märkte. Die Wirtschaft zieht an. Dann ist es doch gut. Nun aber die Kurse fallen. So sucht man nach weiterer Erklärung
Die US-amerikanischen Unternehmensgewinne sind im ersten Quartal 2008 nur noch um 2,5 % gestiegen. Damit wurde der zuletzt vermeldete Anstieg in Höhe von 3,8 % deutlich nach unten revidiert.

Da haben wir es doch. Es geht der Wirtschaft anscheinend nicht so gut.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 384.000 verblieben. Erwartet wurden 370.000 bis 375.000 neue Anträge. Der Wert der Vorwoche ist auf 384.000 revidiert worden von vermeldeten 381.000.

Ist es wirklich Inflation???! Wenn es so wäre, dann müsste die Zentralbank eine Zinserhöhung zumindest andeuten. Nichts davon.

Der Offenmarktausschuss der Fed belässt die Zinsen unverändert bei 2,00 %. Damit war bereits im Vorfeld der Sitzung gerechnet worden.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Juni bei 101,3. Im Vormonat hatte er noch bei 103,5 gestanden. Erwartet wurde er hingegen im Bereich 102,3.

ICh glaube, jetzt haben wir die Lösung unseres Problems- eine Erklärung, warum die Aktienkurse fallen. Es ist die Stagflation- eine Mischung aus shwacher Konjunktur und Inflation.

Dazu kann ich nur sagen, in den letzten jahren tauchte das Stichwort immer wieder auf, wenn sonstige Erklärungsversuche scheiterten. Und immer folgte darauf eine Rallye.

Aber brauchen wir überhaupt eine Erklärung? Ich denke nicht. Mir reicht es, die Preisnotierungen an der Börse zu betrachten und daraus auf die wahrscheinlichste Reaktion der Teilnehmer (Spieler) zu schliessen.

Wo sind wir also im Moment?

Der Bruch der 6567 Marke bedeutet für mich einen kurzfristigen Abwärtstrend in Richtung 6168. Wir befinden uns auf dem besten Weg dorthin. Es ist jedoch gut denkbar, dass der Markt noch vor diesem Niveau umdreht und die Abstiegsflanke korrigiert, also auf 6800 max 6900 steigen wird.

Mein Regelwerk zeigt im Moment gen Süden mit einem sehr knappen Stopp bei 6420.

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Bringen die heissen Daten aus den USA mehr Bewegung?

Manchmal frage ich mich, was an der Börse spannend ist. Es ist im Grunde genommen der langweiligste Job der Welt.

Nehmen wir die von mir so gelobten Stillhaltergeschäfte. Man verkauft Optionen, was mit einer gewissen Spannung verbunden ist. Oft mache ich es etwas aufregender, indem ich den tagesbesten Kurs zu erwischen versuche. Danach aber bis zum Verfall passiert erst einmal gar nichts. Man schaut zu, wie die Prämie schmilzt, freut sich und kann eigentlich nichts unternehmen, um die Gewinnbildung zu beschleunigen. In den Zeiten hoher Volatilität besteht immer noch eine Chance, dass der Markt sich plötzlich und unerwartet bewegt. Dann muss ich oft auf jeden Fall eingreifen. In solchen Zeiten wie jetzt warte ich vergeblich auf heftigere Kursbewegung. Dann kommen die ersten Zweifel, ob das überhaupt profitabel sein kann, wenn so unspannend. Ich fürhre daraufhin den Performancevergleich zwischen dieser und einer anderen Strategie durch, also zum Beispiel dem Intradaytrading.

Und was stelle ich dann fest. Mit risikoneutralem Options-Trading gewinne ich 50-90% im Jahr. Mit andreen Strategien komme ich bestenfalls an diese Größenordnung, habe dann aber mehr Action… Was ist nun besser?

Der DAX dem allgemeinen US-Trend folgend befindet sich nach wie vor in der Erholungsphase nach dem Sturz im März. Diese Erholung wurde vor ein paar Tagen durch einen Rückgaang auf 6900 korrigiert, und nun korrigiert der Markt diese Korrektur. Kurz und bündig -

Ab 7224 kann es weiter in Richtung 7400 steigen. Danach fällt es wieder auf 6700, danach steigt auf 8100 und fällt anschliessend auf 7040 und dann… ist das Jahr 2008 zu Ende. Wie langweilig!!!

Nur ein Szenario, halt..

Aber es gibt gottlob noch die Wirtschaftszahlen aus den USA. Wie heute um 14:30 Uhr.

Da ist Bewegung per Definition angesagt:

Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt („Gross Demestic Product“, GDP) für das erste Quartal 2008

Erwartet wird das vorläufige BIP-Wachstum mit 0,9 bis 1,0 %, verglichen mit 0,6 % im Quartal zuvor.

Der Chain Deflator wird mit 0,6 % erwartet nach zuletzt 2,4 %.

Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe („Initial Jobless Claims“) für die Vorwoche

Erwartet werden 370.000 neue Erstanträge nach zuvor 365.000.

Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Unternehmensgewinnen („Corporate Profits“) für April 2008

Die Welt ist gerettet!!!!

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