Invest Blog

Icon

Börse Trading Wirtschaft Infotainment

Bringen die US-Nachrichten um 16:00 Uhr eine Erlösung?

Möglich ist es aber nicht sehr wahrscheinlich. Bereits im Vorfeld erholt sich der DAX von den Tieftsständen bei 5358 auf 5420.  Ich staune immer wie robust der Markt ist. Jeder Versuch, eine Verkaufslawine auszulösen endet mit den Eindeckungen der Shorties. Irgendwie will keiner verkaufen. Noch nicht. Man darf nicht vergessen, dass heute der DAX aus dem Seitwärtskorridor 5450-5570 nach unten ausgebrochen ist und sich im Moment lediglich von dem Sturz erholt. Auf der anderen Seite erreichte diese heutige Korrektur nur das Minimalniveau im Fibonacci-Sinne.

So wie in den letzten Monaten. 5366 könnte also vorübergehend der Wendepunkt gewesen sein. Jetzt geht es wieder aufwärts…

Es ist 16:00 Uhr. Wie erwartet brachten die US-Zahlen keine Bewegung…

Eingetragen unter:DAX, Prognosen, US-Markt, Wirtschaft - allgemein

Wochenausblick 23. August 2009

Die Nachrichtenlage ist eher positiv. Das makroökonomische Umfeld hat sich verbessert. Reicht es, um die Kurse weiter nach oben zu treiben?

Die „Financial Times Deutschland“ erwartet zwar einen Dämpfer am Dienstag, wenn das Verbrauchervertrauen in den USA veröffentlicht wird. Die Zahlen mögen enttäuchen, zur Trendwende werden sie kaum führen,  bahaupte ich.

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:B%F6rsenausblick-Erholungssignale-befeuern-Aktienrally/556763.html

Es wird weiter aufwärts gehen, denn viel zu viele den Aufschwung verpasst haben. Für mich liegen die ersten Anzeichen einer Korrektur vor, wenn z.B. der DAX auf jetzigem Niveau anfängt seitwärts zu pendeln. So wie 2007…

Ganz auszuschließen ist es nicht, wenn man bedenkt, dass die 5500 Marke nicht richtig erobert werden kann. Mal schauen morgen.

Mögliche Szenarien:

1. Korrektur- bis 5000-5100, Fällt der DAX dann weiter, dann sind 4700 schnell erreicht.

2. Weiterer Anstieg. Bis 5824 denkbar- Fibonacci Korrektur.

Ansonsten erwarten uns die folgenden Termine:

Montag:

• 11:00        EU Auftragseingänge Industrie Juni
• 14:30      US Chicago Fed National Activity Index Juli

Dienstag:

• 08:00        DE Maastricht-Defizit-Quote 1. Halbjahr
• 08:00      DE Bauhauptgewerbe Juni
• 08:00      DE BIP 2. Quartal
• 16:00      US State Street Investor Confidence Index August
• 16:00      US Verbrauchervertrauen August

Mittwoch:

• 08:00       DE Außenhandelspreise Juli
• 10:00       DE ifo Geschäftsklimaindex August
• 14:30       US Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
• 16:00     US Verkäufe neuer Häuser Juli

Donnerstag

• 14:30          US BIP 2. Quartal
• 14:30      US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
• 14:30 -    US Unternehmensgewinne 2. Quartal

Freitag:

• 14:30          US Persönliche Auslagen Juli
• 14:30        US Persönliche Einkommen Juli
• 15:55        US Verbraucherstimmung Uni Michigan August

Eingetragen unter:Analysen, Börse small talk, Marktnachrichten, US-Markt, Wirtschaft - allgemein, Wochenzusammenfassung

EU Daten interessieren den DAX nicht

So eben wurde die EU Inflation bekannt gegeben. -0,7% – unbeirrt in Richtung Deflation. Das scheint aber den deutschen Markt nicht zu beeinflussen. Der bleibt verharrt  in der Wartestellung. Heute Nachmittag kommt nämlich eine ganze Reihe Daten aus den USA- und diese sind für uns wichtig:

14:30 Uhr Verbraucherpreise

15:15 Kapazitätsauslastung und Industrieproduktion

15:55 Uhr  Verbraucherstimmung nach den Uni Michigan.

Dass es danach abwärts geht, warum auch immer, kann ich mir nicht vorstellen. Dafür ist die Unsicherheit zu gering. Die Volatilität fällt und sobald die Kurse anfangen zu bröckeln, steigt die Nachfrage sofort an. Also keine Sorge. Es sei denn…

Das ist natürlich ironisch gemeint, denn die meisten warten, bis die Kurse endlich fallen. Schliesslich haben viele ihre Gewinne bereits mitgenommen…

Mein Signalgeber wartet ebenfalls, wobei mir wie im Signal-Blog geschrieben, der Longeinstieg wahrscheinlicher erscheint.

Eingetragen unter:Börse small talk, Europa- Markt, Marktnachrichten, Prognosen, US-Markt, Wirtschaft - allgemein

Wie geht es weiter in Richtung Deflation

Tatsächlich scheinen sich meine Prognosen zu bestätigen. Statt der so gefürchteten Inflation beobachten wir täglich das Gegenteil. Das den Banken zur Verfügung stehende billige Geld kommt offenbar bei Kunden gar nicht an.  Andauernder Käuferstreik und zurückgehende Preise sind die Folge. Auch der gefürchtete Crash am Anleihenmarkt ist bisher ausgeblieben. Im Gegenteil, je weniger sichere Häfen wie Rohstoffe es noch gibt desto mehr neigen die Investoren zum Kauf der festverzinslichen Papiere.

In tradesignalonline.com (http://www.tradesignalonline.com/Analysis/Analysis.aspx?id=13982) habe ich eine schöne wenn auch knappe Analyse zu diesem Thema gefunden. Diese endet mit dem Satz:

Ökonomen brandmarken die Anzeichen als Vorboten einer großen Depression wie in den 30er Jahren. Wie damals könnten sinkende Preise zu einem Teufelskreis aus Käuferstreik, Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeiten führen.

Zu diesem Szenario passt nahezu perfekt das heutige Sitzungsergebnis der FED ( US-Zentralbank), das ich hier im Wortlaut zitiere.


„Information received since the Federal Open Market Committee met in June suggests that economic activity is leveling out. Conditions in financial markets have improved further in recent weeks. Household spending has continued to show signs of stabilizing but remains constrained by ongoing job losses, sluggish income growth, lower housing wealth, and tight credit. Businesses are still cutting back on fixed investment and staffing but are making progress in bringing inventory stocks into better alignment with sales.

Although economic activity is likely to remain weak for a time, the Committee continues to anticipate that policy actions to stabilize financial markets and institutions, fiscal and monetary stimulus, and market forces will contribute to a gradual resumption of sustainable economic growth in a context of price stability.

The prices of energy and other commodities have risen of late. However, substantial resource slack is likely to dampen cost pressures, and the Committee expects that inflation will remain subdued for some time.

In these circumstances, the Federal Reserve will employ all available tools to promote economic recovery and to preserve price stability. The Committee will maintain the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and continues to anticipate that economic conditions are likely to warrant exceptionally low levels of the federal funds rate for an extended period. As previously announced, to provide support to mortgage lending and housing markets and to improve overall conditions in private credit markets, the Federal Reserve will purchase a total of up to $1.25 trillion of agency mortgage-backed securities and up to $200 billion of agency debt by the end of the year.

In addition, the Federal Reserve is in the process of buying $300 billion of Treasury securities. To promote a smooth transition in markets as these purchases of Treasury securities are completed, the Committee has decided to gradually slow the pace of these transactions and anticipates that the full amount will be purchased by the end of October. The Committee will continue to evaluate the timing and overall amounts of its purchases of securities in light of the evolving economic outlook and conditions in financial markets. The Federal Reserve is monitoring the size and composition of its balance sheet and will make adjustments to its credit and liquidity programs as warranted.

Voting for the FOMC monetary policy action were: Ben S. Bernanke, Chairman; William C. Dudley, Vice Chairman; Elizabeth A. Duke; Charles L. Evans; Donald L. Kohn; Jeffrey M. Lacker; Dennis P. Lockhart; Daniel K. Tarullo; Kevin M. Warsh; and Janet L. Yellen.“

Webseite: www.federalreserve.gov/newsevents/press

Eingetragen unter:Analysen, Europa- Markt, Marktnachrichten, US-Markt, Wirtschaft - allgemein

Invest Signal- und der fallende DAX

Warum ist der DAX plötzlich so stark gefallen? Nun, erstens – ich hab es geahnt, s. meinen Beitrag gestern. Nein, Spass beiseite , nicht nur deswegen.  Mein Invest Signal-Geber ist bereits seit ein paar Tagen auf  Shortpositionierungen bereit. Gestern habe ich den Verkauf unter der Marke 5390 empfohlen. Selbst bin ich bei diesem Wert ebenfalls short gegengen. Als Beweis habe ich die Kopie meines Handelssystems angehängt. Vorerst empfehle ich jedoch, die Stopp-Loss Marke sehr eng zu setzen, vielleich sogar im Gewinn. Shortsignale können sehr lukrativ sein, sie führen aber oft zu Verlusten gerade am ersten Tag, wenn plötzlich doch keine Anschlussverkäufe stattfinden. Ab morgen gelten die gewohnten Regeln – Falls die Position über Nacht gehalten wird, schreibe ich heute bzw. morgen früh wie hoch das Stopp-Loss für morgen ist.

Im Übrigen, der Xetra Handel und das Signal Update dauern noch bis 17:30 Uhr an. Erst danach steht das Signal über Nacht fest, oder nicht Und 30 Minuten sind in diesem Geschäft verdammt viel!

DAX_110809_Ausbruch

Meist geht es am zweiten Tag weiter runter.

Was hat also den DAX-Sturz verursacht? Es waren diesemals paradoxerweise die guten Nachrichten aus den USA- hoche Produktivität und niedrige Lohnstückkosten. Gerade angesichts der morgigen Sitzung der US-Zentralbank spekulieren viele auf steigende Zinsen in naher Zukunft. Hier eine kurze ZUsammenfassung von DOW Jones.

FRANKFURT (Dow Jones)–Der DAX ist am frühen Dienstagnachmittag nach guten Konjunkturdaten aus den USA deutlich unter Druck geraten. „Investoren könnten nach den soliden Produktionszahlen und fallenden Lohnstückkosten in den USA im zweiten Quartal auf eine Abflachung der Zinsstrukturkurve spekulieren“, sagt ein Marktteilnehmer. In dieses Bild passe der zum Euro festere Dollar, der ähnlich reagiere wie nach dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

   „Im DAX-Future sehen wir ein paar größere Abgeber, jedoch bei insgesamt geringen Volumina“, berichtet ein Händler. Unter 5.400 Punkten seien Stop-Kurse ausgelöst worden. Vorschub leiste den Verkäufern die abwartende Haltung vor den Aussagen der US-Notenbank zu Anleihe-Rückkäufen und Liquiditätsentzug am Mittwochabend. Gegen 15.18 Uhr MESZ verliert der DAX 1,5% oder 83 Punkte auf 5.335.

Eingetragen unter:Aktien, CFD, DAX, Finanzen, Börsen, Trading, Handelssystem, Intraday Trading, Marktnachrichten, Positionstrading, US-Markt, Wirtschaft - allgemein, ad hoc

DAX vor einer Korrektur- nur ein Wunschdenken?

Eine Korrektur bahnt sich an. So behaupten zumindest die meisten Analysten und Newsletter.

Für die heutigen vorsichtigen Gewinnmitnahmen ( … bloss nicht zum Tiefstkurs verkaufen…) haben Analysten auch gleich eine Erklärung gefunden.

Nach Dow Jones

FRANKFURT (Dow Jones)–Mit leichterer Tendenz ist der DAX am Montag in die neue Handelswoche gestartet. Das deutsche Börsenbarometer fiel um 0,7% oder 41 Punkte auf 5.418. Händler sprachen von „einem Tag Pause“ zwischen den zahlreichen Sitzungen mit Quartalsdaten. Aufgrund des völligen Ausbleibens von Unternehmens- und Konjunkturnachrichten sei das Geschäft sehr ruhig verlaufen. Auch die Umsätze fielen entsprechend dürftig aus: Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 67,7(Vortag: 108,9) Mio Aktien im Wert von rund 2,01 (Vortag: 3,14) Mrd EUR.

Für Bewegung sorgten überwiegend Úmstufungen von Analysten; von negativen Kommentaren belastet zeigten sich besonders die Automobilwerte. Im Marktfokus standen aber bereits die Fed-Sitzung am Mittwoch und die erneuten Rekordverkäufe von US-Anleihen. Daneben hat die ständige Verbesserung der globalen Konjunkturdaten zu einer erneuten Diskussion über Zins-Erhöhungen geführt.

Zinserhöhungen können in der Tat Gift für die Börse werden. Muss aber nicht zuerst die Nachfrage nach Geld zunehmen?

Für eine Korrektur sprechen einige „klassische“ Indikatoren wie MACD und Stochastik ( s. Chart mit freundlicher Genehmigung von tradesignalonline.com ).

DAX_100809

Andererseits sind die Analystenprognosen sehr positiv, siehe . www.derivatecheck.de, zu positiv. Zuerst müssen weitere noch positivere  Nachrichten aus der Wirtschaft her.

Sollte es tatsächlich zur Korrektur kommen, dann wird sie sich voraussichtlich auf 5098 ausdehnen.

Eine Wende auf jetzigem Niveau hätte aber eine weitere Signalwirkung. Bei 5355 verläuft das erste Minimalniveau der Fibonacci-Korrektur des seit 2007 verlaufenden Abwärtstrends. Das würde eine baldige Aufnahme dieses Abwärtstrends bedeuten. Daran glaube ich aber nicht. Die Volatilität im Markt ist dafür zu klein. Gut, sie kann sich auch sprunghaft ändern… ;-)

Mein Signal ist zwar weiter long, allerdings mit einem engen Stopp Loss für morgen.

Morgen erwarten wir keine relevanten Termine. Die kommen erst am Mittwoch, vor allem einer um 20:15 Uhr

US Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis
 

Eingetragen unter:Analysen, Marktnachrichten, Prognosen, US-Markt, Wirtschaft - allgemein, Zinsen

Kaufpanik und das Kursziel 5870

Die Zeit der Höchststände hat begonnen. Heute heisst es, der höchste Stand seit 2008. Wenn es in diesem Tempo weiter aufwärts geht, ich meine mit derselben Steigung, dann sind wir am 14.09 bei 6500 und Ende Oktober bei 8100.

Die Zeit der fairen Risikobewertung, (erwarteter)  Bankenpleiten und Gewinnaussichten der Unternehmen sind vorbei. Jetzt zählt nur noch , dabei zu sein, den Zug nicht zu verpassen und nicht schlechter als der bereits „investierte“ Kollege von nebenan sein.

Zur Sache, der DAX hat seine Fibonacci-Minimalkorrektur überschritten und befindet sich auf dem Weg zu der Normalkorrektur bei 5870. Wie ist das zu verstehen- unverändert- der Markt  befindet sich nach wie vor in einem langfristigen Abwärtstrend, welcher allerdings stark in die Gegenrichtuing korrigiert wird. Erst ab 6411 kann von vom neuen langristigen Aufwärtstrend reden.

Was hat diese Euphorie ausgelöst? Es gab heute zu viele „gute“ bzw. gut interpretierte Nachrichten. Es war der US ISM- Index, der deutsche Einkaufsmanagerindex, der EU- Einkaufsmanagerindex. All die Stimmungsindikatoren waren besser als erwartet ausgefallen. Wen interessiert das schon der gesunkene Einzelhandelsumsatz, der wiederum gefallen war und den Marsch der deutschen Volkswirtschaft in Richtung Deflation bestätigte?

Gut, es gab positive Nachrichten aus dem Bankensektor. Zu Barclays hiess es

-Trotz höherer Risikovorsorge und Abschreibungen hat die britische Bank Barclays im ersten Halbjahr ihren Gewinn um 10% steigern können. Getragen wurde diese Entwicklung ebenso wie bei den großen Wettbewerbern vom Investmentbanking. Die Erwartungen der Analysten konnte die Barclays plc, die bisher ohne staatliche Unterstützung durch die Finanzkrise gekommen ist, allerdings nicht erfüllen.

Diese grandiose Nachrichte sorge für eine Hausse der Bankaktien.

Eine Nachricht beunruhigt mich dennoch. Die Umsätze auf Xetra sind im Juli stark gefallen.

FRANKFURT (Dow Jones)–Die Umsatzflaute im elektronischen Handel und auf dem dem Parkett der Börse Frankfurt hat sich auch im Juli fortgesetzt. Im vergangenen Monat wurden laut Orderbuchstatistik 90,4 Mrd EUR umgesetzt worden – ein Rückgang von 55%, wie die Deutsche Börse AG am Montag mitteilte. Von der Summe entfielen 84,1 Mrd EUR auf das elektronische Handelssystem Xetra, das damit einen Rückgang um 56% verzeichnete.

Auf Xetra wurden im Juli 13,7 Mio Transaktionen getätigt, ein Rückgang von 30% gegenüber dem Vorjahresmonat. An allen Wertpapierbörsen in Deutschland wurden im Juli laut Orderbuchstatistik insgesamt 103,8 Mrd EUR umgesetzt – ein Rückgang von 52%.

Bereits in den Vormonaten hatte der Frankfurter Börsenbetreiber über deutliche Umsatzrückgänge berichten müssen. So waren im Juni auf Xetra 50% weniger umgesetzt worden, die Zahl der Transaktuionen war um 17% gefallen.

Webseite: http://deutsche-boerse.com
Steht die Hausse auf sehr wackligen Beinen?


Eingetragen unter:Aktien, Analysen, Marktnachrichten, Prognosen, Research, US-Markt, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

Wie eine Analystin für die Euphorie heute am 13.07.09 sorgte

Der heutige Anstieg um über 3% im deutchen Leitindex war zwar angesichts der schlechten Stimmung der letzten Tage nicht ganz überraschend. Charttechnisch befindet sich bei 4557 eine Unterstützung- ein Kursniveau bei dem viele Börsianer aus Mangel an schlechten Nachrichten kaufen würden. So ist es auch eingetreten. Das Ausmass der heutigen Rally war nicht ungewöhnlich. Zuletzt stieg der DAX so stark am 18.05, vorher am 2.04 usw.

Hat es sog. fundamentale Gründe gegeben? Ja, die Banken wieder einmal. Die Erwartung hoher Gewinne im zweiten Quartal scheint sich bei den Börsianern festgesetzt zu haben. Da kann nichts mehr überraschen. Trotzdem diese Woche berichten Citigroup, J.P.Morgan und Goldman Sachs, bei den Tech-Werten legen IBM, Intel und Google Ergebnisse vor.
Geht es dann am Ende der Woche doch wieder bergab?

Studie der Analystin beflügelt Finanzwerte.
„Meredith Whitney erhöhte die Einstufung für Goldman Sachs auf „Buy“ und sieht einen Gewinn im zweiten Quartal, der mehr als 1 USD über dem sonstigen Analystenkonsens liegt. „ ( Dow Jones)

Wie auch immer, ich habe in den letzten Tagen mehrmals geschrieben, dass ich bislang keinen Grund für den weiteren Kursrückgang erkennen kann. In keinem Blog habe ich auch nicht einmal Spekulationen über die Gründe für einen möglichen weiteren Rückgang an den Börsen gefunden.
Das hiess für mich, die meisten werden wohl auf die Charts schauen und den positiven Unternehmenszahlen lauschen.
Mein Signalgeber steht auf Long Kauf bei 4644 Stopp-Loss 4498. Ich weiss, die Infos kommen zu spät. Aber – siehe gestern- der Börsenbrief kommt! :-)

In der Onlineausgabe des „Handelsblatt“ fand ich ein informatives Interview mit Fredmund Malik
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/der-kapitalismus-ist-gescheitert;2431526

Seine Einschätzung überlappt zum Teil mit meiner.
Wir wiederholen genau jene Fehler, die die Japaner in den 90er-Jahren gemacht haben. Dort hat man seitdem etwa 15 große Pakete verabschiedet, um die Konjunktur anzukurbeln. Sie haben alle nichts genutzt. Das Geld kam in der Realwirtschaft nicht an. Und das zeigt sich jetzt auch. Höchstens fünf Prozent der beinahe 1 000 Mrd. Dollar, die die Amerikaner in Konjunkturpakete investieren, kommen in der Wirtschaft an; in Deutschland ist es weniger als ein Prozent.

Ich spreche schon lange von kommenden japansichen Verhältnissen. Das Gerede von der aufkommenden Hyperinflation habe ich nicht verstanden. Dafür müssen doch die Gehälter steigen und die Preise ebenso. Aber in meinem Umfeld wird gespart bis zum Erbrechen.
Demonstrativ habe ich meine Eigentumswohnung deshalb verkauft und jetzt schaue ich mich nach einem anderen Domizil und freue mich, dass mein Geld jeden Tag mehr wert ist.

Seine Erwartung zur Entwicklung an der Börse gleicht ebenfalls ansatzweise meiner.
Wer jetzt Entwarnung gibt, hat anscheinend nicht die Krise der 30er-Jahre studiert. Die aktuelle Erholung an der Börse ähnelt der von 1930, als auf den Crash im Oktober 1929 eine sensationelle Rally bis hinein in den April folgte. Zu diesem Zeitpunkt gaben alle Auguren der damaligen Zeit Entwarnung. Man glaubte auch an die Wirksamkeit der Fed-Maßnahmen. Dabei begann das Debakel erst. Am Ende stand der Dow Jones im Jahr 1932 bei 40 Punkten. Der gegenwärtige Bullenmarkt hat seinen Ursprung im Jahr 1982. Damals stand der Dow Jones bei 1 000 Punkten. Das ist auch die Fallhöhe, mit der wir rechnen müssen.

Na dann viel Spass Shorties!

Eingetragen unter:Finanzen, Börsen, Trading, US-Markt, Unternehmen, Wirtschaft - allgemein

a

Blog Stats

  • 67,057 hits

 

November 2009
M D M D F S S
« Okt    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Flickr Photos

untitled

More Photos

Seiten

Watch videos at Vodpod and other videos from this collection.